Bild:  ID31996771 ©2013 iStockphoto LP. iStockphoto® / stockxpert.com dpa

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22.01.2013 Von Alan Smithee

670 Tonnen Gold vom Aus- ins Inland

PR-Artikel Die Deutsche Bundesbank überdenkt ihr Lagerungskonzept in Sachen Gold. Seit Nachkriegszeiten liegen enorme Goldreserven der Bundesrepublik Deutschland im Ausland, die meisten davon in New York, Paris und London. Bis 2020 sollen nun fast 700 Tonnen der Barren vom Aus- ins Inland umgelagert werden.

Deutschland besitzt nach den USA die meisten Goldreserven der Welt. Ein Großteil dieser lagert allerdings im Ausland – in den Abgründen von Manhattan, London und Paris, geschützt von meterdicken Wänden. In der Vergangenheit wurde die Deutsche Bundesbank von zahlreichen Politikern und Journalisten aufgrund ihres Lagerungskonzeptes kritisiert. Auch der Bundesrechnungshof ermahnte die Zentralbank Ende des letzten Jahres, dass sie bessere Kontrolle über ihre Bestände ausüben müsse.

Nun kommt die Bundesbank diesen Forderungen tatsächlich nach und überdenkt ihr Lagerungskonzept. Bis 2020 sollen schrittweise 300 Tonnen aus den USA und 374 Tonnen aus Paris nach Frankfurt am Main umgelagert werden. Diese 674 Tonnen Gold haben momentan einen Marktwert von ungefähr 27 Milliarden Euro.

Wird dieser Plan eingehalten, so liegt in Zukunft ungefähr die Hälfte des Goldes im In- und die andere Hälfte im Ausland. Frankfurt am Main wird damit zum wichtigsten Aufbewahrungsort der Edelmetallreserven. Der Anteil in New York wird von 45 Prozent auf 37 sinken, während der Aufbewahrungsort in Paris gänzlich abgelöst wird. In London soll alles beim Alten bleiben; dort findet keine Umlagerung statt.

Ungeklärt bleiben bisher allerdings genaue Daten und Kosten der geplanten Umlagerung. Kritiker und Experten befürchten, dass der Transport der Edelmetalle so kompliziert und kostenreich werden könnte, dass sich der Aufwand womöglich gar nicht lohnt. Ein Transport von New York und Paris zieht Maßnahmen wie Versicherungsabschlüsse und enorme Sicherheitsvorkehrungen nach sich. Die Bundesbank äußerte sich bisher nicht zu diesen erhobenen Einwänden.

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Erstellt:
22. Januar 2013, 14:58 Uhr
Lesedauer:
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