Eine Sirene ist bereits auf dem Dach des Rathauses in Lübbecke installiert. dau/Kreis Minden-Lübbecke

Eine Sirene ist bereits auf dem Dach des Rathauses in Lübbecke installiert. dau/Kreis Minden-Lübbecke

Minden 30.08.2019 Von Die Harke

71 Sirenen warnen bei Gefahren

Der Mühlenkreis baut sein Alarmnetz weiter aus / Landesweiter Testtag am 5. September

Im Mühlenkreis soll es bald in allen Orten heulen. Der Kreis Minden-Lübbecke baut sein Sirenenetz aus. Derzeit sind 71 Sirenen bereits auf den Dächern von Häuser einsatzbereit. Am Donnerstag, 5. September, heulen sie alle gleichzeitig – der landesweite Warntag in NRW wird dann auch in Randbereichen des Landkreises Nienburg zu hören sein. Der landesweite Warntag in NRW findet zum zweiten Mal statt. Um 10 Uhr werden in allen Kreisen gleichzeitig die Warnkonzepte getestet. Gleichzeitig wird mit der Warn-App „NINA“ eine Probewarnmeldung versendet, teilt die Kreisverwaltung Minden-Lübbecke mit.

Dieses Jahr steht der „Warntag NRW“ unter dem Motto „Zusammen warnen“. Beim Thema Warnung sind neben den Katastrophenschutzbehörden auch der Deutsche Wetterdienst (DWD), der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die Kommunen beteiligt. Ziel des Warntages ist es, die Bevölkerung für das Thema „Warnung“ zu sensibilisieren und ihr Informationen und Tipps zu geben, damit sie im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen kann.

Ereignisse der Vorjahre wie Unwetter oder Großbrände hätten gezeigt, dass sich die Menschen oftmals nicht ausreichend gewarnt und informiert gefühlt haben. Vielen sei nicht klar, welche Warnmittel es gibt, was die Warn-signale bedeuten und wie sie sich verhalten sollen. Nur wenn Bürger ausreichend informiert seien, können sie sich und anderen in Gefahrensituationen helfen.

Dieses Warnsystem sei aber nur dann ein wirksames und kalkulierbares Instrument der Gefahrenabwehr, wenn es gelingt, möglichst die gesamte betroffene Bevölkerung zu erreichen. Dazu sei es erforderlich, auch diejenigen aufmerksam zu machen, die die Gefährdung nicht wahrgenommen haben oder nicht wahrnehmen können. Es gibt zwei Phasen der Warnung – Phase 1 ist das „Wecken“, das heißt, Aufmerksamkeit erzeugen für die akustische Initialwarnung. Phase 2 ist das „Informieren“.

Die stationäre Sirene erreiche mit ihrer Schallausbreitung auch Bevölkerungsteile, die kein Handy haben, kein Radio hören, kein Fernsehen sehen, keinen Zugang zu sonstigen Alarmierungssystemen haben und auch nicht von Mitmneschen gewarnt werden.

Die heutigen elektronischen Sirenen seien nicht mehr vergleichbar mit den Motorsirenen früherer Tage. Die Geräte seien weniger stromintensiv und besäßen keine rotierenden Bauteile mehr. Im Mühlenkreis ist das Sirenennetz zur Warnung der Bevölkerung noch nicht flächendeckend aufgebaut, der Sirenenprobealarm werde aber sukzessive mit dem Aufbau ergänzt. 36 Sirenen sollen dieses Jahr noch installiert werden. Nach dem geplanten Endausbau 2020 sind es dann 157 Sirenen.

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Erstellt:
30. August 2019, 06:21 Uhr
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