Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen bereits die Flammen aus dem Dachgeschoss. Foto: Henkel

Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen bereits die Flammen aus dem Dachgeschoss. Foto: Henkel

Langendamm 04.04.2020 Von Marc Henkel

72-Jähriger im Krankenhaus: Feuer zerstört Dachgeschoss

Löschversuche des Bewohners sorgen für Rauchgasvergiftung

Bei einem Feuer in Langendamm ist am Samstagmorgen ein Dachgeschoss zerstört worden. Der Bewohner des betroffenen Hauses musste mit einer Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus gebracht werden.

Die Freiwilligen Feuerwehren Langendamm und Nienburg sowie der Einsatzleitung Ort der Stadtfeuerwehr Nienburg/Weser wurden gegen 9.30 Uhr zu einem Gebäudebrand in die Langendammer Frankensteiner Straße gerufen.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits aus einem Fenster im Dachgeschoss. Der 72-jährige Bewohner des Hauses befand sich zwar bereits außerhalb des Gebäudes, wollte jedoch immer wieder zurück laufen, sodass die Feuerwehr den Mann zurückhalten musste.

Von außen und innen wurde das Feuer bekämpft. Foto: Henkel

Von außen und innen wurde das Feuer bekämpft. Foto: Henkel

Während auf der einen Seite Flammen aus dem Gebäude schlugen, drang Qualm aus der anderen Seite. Foto: Henkel

Während auf der einen Seite Flammen aus dem Gebäude schlugen, drang Qualm aus der anderen Seite. Foto: Henkel

Nach Angaben des Bewohners sei er durch den Rauch im Dachgeschoss aufgewacht und habe das Feuer in einem Gästezimmer vorgefunden. Bei den eigenen Löschversuchen zog sich dieser leichte Brandverletzungen sowie eine Rauchgasvergiftung zu. Der Rettungsdienst, der mit zweit Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort war, brachte den 72-Jährigen in ein Krankenhaus. Dort wurde er ambulant versorgt und konnte das Klinikum im Anschluss wieder verlassen.

Die Wehren begannen umgehend mit der Brandbekämpfung im inneren des Gebäudes. Außerdem fing die Drehleiter von der Straßenseite an, das Dach aufzunehmen, um an weitere Brandnester zu gelangen.

Mit der Drehleiter wurde das Feuer im Dach bekämpft. Foto: Henkel

Mit der Drehleiter wurde das Feuer im Dach bekämpft. Foto: Henkel

Da ein massiver Einsatz von Atemschutzgeräterträgern nötig war, wurden die Ortsfeuerwehren Erichshagen-Wölpe und Holtorf wenig später nachalarmiert. „Feuer aus“ konnte nach gut zwei Stunden gemeldet werden.

Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben, die jetzt wegen der Brandursache ermittelt. Nach Angaben der Beamten soll der Schaden am Einfamilienhaus jenseits der 200.000 Euro liegen. Im Einsatz waren rund 93 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

(Update, 5.4.20, 9.05 Uhr: Schadenshöhe und Krankenhausaufenthalt)

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Erstellt:
4. April 2020, 14:31 Uhr
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