27.01.2013

92 Prozent stimmten für Warnecke

Parlament des Kirchenkreises Nienburg hat sich konstituiert / Brandes jetzt Stellvertreterin

Nienburg (DH). Mit gut 92 Prozent der Stimmen wurde Rolf Warnecke zum Vorsitzenden des Kirchenkreistages Nienburg gewählt. Er übernimmt diesen Posten von Dr. Barbara Brandes aus Binnen, die zwölf Jahre das Kirchenparlament geleitet und nicht wieder kandidiert hat; sie wurde stellvertretende Vorsitzende.

Die konstituierende Sitzung des Kirchenkreistages begann mit einem Gottesdienst in St. Martin in Nienburg. In seiner Predigt würdigte Superintendent Martin Lechler die Arbeit des bisherigen Kirchenkreistages: „Es sind Strukturen geschaffen, die für das begonnene Jahrzehnt eine tragfähige Basis bilden.“ Für die inhaltliche Arbeit sieht Lechler durch die erarbeiteten Grundstandards zu den verschiedenen kirchlichen Arbeitsbereichen wichtige Akzente gesetzt. „In der Hoffnung, die aus dem Glauben erwächst, und in der Freude am Leben werden wir im neuen Kirchenkreistag Kraft finden, um in guter Gemeinschaft so zusammen zu arbeiten, dass es für alle Beteiligten auch einen persönlichen Gewinn erbringt“, freute sich Lechler auf die künftige Zusammenarbeit.

Zum Ende des Gottesdienstes wurden ausscheidende Mitglieder der vorherigen Amtszeit des Kirchenkreistages mit Dank und einer Urkunde verabschiedet. Die neuen Mitglieder des Gremiums wurden verpflichtet.

Nach seiner Wahl übernahm Rolf Warnecke die Leitung der Sitzung des Kirchenkreistages im Gemeindehaus St. Martin; er ließ schnell erkennen, dass er in der Moderation, Gesprächsführung und Leitung von Gremien sehr erfahren ist. Zwei Legislaturperioden gehört Rolf Warnecke dem Nienburger Kirchenparlament bereits an. Er ist durch die Kinder- und Jugendarbeit in St. Michael im Nienburger Nordertor in die Kirche hineingewachsen. Seine berufliche Situation macht es ihm nun möglich, in leitender Funktion im Kirchenkreis mit zu arbeiten.

Diese Leitungsfunktion, das betonte Superintendent Martin Lechler, hat Dr. Barbara Brandes in ihrer Amtszeit mit großem Engagement ausgefüllt. Sie hat an allen Sitzungen sämtlicher Ausschüsse des Kirchenkreistages teilgenommen, sich kompetent eingebracht und auf diese Weise den Zusammenhalt im Kirchenkreis, zwischen seinen Gremien und den Gemeinden aktiv gestaltet.

Zu Beisitzern im Vorstand des Kirchenkreistages wurden Gabriele Matthias (Marklohe), Heinz Solinski (Lichtenhorst) und Heike Köster (Liebenau) gewählt.

Die wichtigste Leitungsfunktion im Kirchenkreis hat der Kirchenkreisvorstand. Der Superintendent ist von Amtswegen Mitglied und Vorsitzender. Für dieses Gremium waren dazu noch drei ordinierte und sechs nicht ordinierte Mitglieder des Kirchenkreistages zu wählen. Die gewählten Pastoren sind: Andreas Iber (Erichshagen), Marco Voigt (Nienburg), Henrike Müller (Nienburg). Sigrid Piehl (Nienburg), Dr. Christian Ravenstein (Binnen / Bühren), Joachim Schütte (Staffhorst), Christian Thesenvitz (Husum), Irmtraut Thomforde (Marklohe) und Andreas Westphal (Nienburg) wurden als nichtordinierte Mitglieder gewählt. Der Vorsitzende des Kirchenkreistages nimmt als Gast ohne Stimmrecht an den monatlichen Sitzungen des Kirchenkreisvorstandes teil.

Der bisherige Kirchenkreistag hatte drei obligatorische Ausschüsse. Nach eingehender Diskussion wurden der ehemalige Finanzausschuss und der Stellenplanungsausschuss zu einem zusammengelegt. Ihm gehören neun Mitglieder an. Für alle anderen Ausschüsse wurde die Mitgliederzahl auf sieben Personen begrenzt. Die sechs Personen, die für den Bauausschuss kandidierten, wurden somit alle gewählt.

In weiteren Ausschüssen wird die kirchliche Arbeit im Kirchenkreis begleitet und gestaltet: in der Diakonie, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, in der Bildung, in der Verbindung zwischen Kirche und Schule, in Gottesdienst, Kirchenmusik und Kultur.

Die Regionalausschüsse, die als Parlament der drei Regionen mit eigener Kompetenz und Verantwortung für die Finanzen und die Mitarbeiterstellen fungieren, sind möglichst bald im Benehmen mit den Kirchenvorständen zu bilden, so Pastor Heinrich Schulze, im Kirchenkreis unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

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27. Januar 2013, 00:00 Uhr
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