Der Skoda Fabia R5 von Lara Vanneste und Christian Riedemann. Foto: Riedemann

Der Skoda Fabia R5 von Lara Vanneste und Christian Riedemann. Foto: Riedemann

Lübbecke 15.06.2021 Von Die Harke

ADAC-Rallye Stemweder Berg mit Höhen und Tiefen

Christian Riedemann und Beifahrerin Lara Vanneste erwischen ein gebrauchtes Rennwochenende – sammeln aber Meisterschaftspunkte

Im Rahmen der ADAC-Rallye Stemweder Berg fand nach fast zwei Jahren endlich wieder ein Lauf der Deutschen-Rallye-Meisterschaft statt. Auch wenn die Rallye nicht nach den Vorstellungen von Christian Riedemann und seiner belgischen Beifahrerin Lara Vanneste verlief, zogen die beiden dennoch ein positives Resümee und nahmen den Sieg auf der abschließenden Power-Stage mit nach Hause.

Die ADAC-Rallye Stemweder Berg startete mit einer Wertungsprüfung, die zwei Mal gefahren wurde. Christian Riedemann und Lara Vanneste starteten gut in diese knapp 15 Kilometer lange Wertungsprüfung und beendeten den Tag auf dem dritten Gesamtplatz. „Die ersten beiden Wertungsprüfung haben schon gezeigt, welchen Speed man an der Spitze benötigt und dass jede Sekunde hart umkämpft ist“, berichtete Riedemann im Service in Lübbecke.

Der zweite Tag sollte nicht der Tag vom deutsch-belgischen Duo werden: Bereits an der Zeitkontrolle der ersten Wertungsprüfung fuhr sich das Team mit ihrem Skoda Fabia R5 bei einem engen Feldweg in einem Graben fest. Die Rettungsaktion dauerte ganze neun Minuten und mit der entsprechenden Verspätung trafen sie zu spät am Start der dritten Prüfung ein.

Hier sieht das Rallye-Reglement eine Zeitstrafe von 60 Sekunden pro Minute Verspätung vor. Macht folglich eine Zeitstrafe von satten neun Minuten. In der zweiten Vormittagsschleife kam neben einer falschen Reifenwahl auch noch ein Plattfuß hinzu, sodass Riedemann und Vanneste in der Gesamtwertung keine Chancen auf Punkte hatten.

Dennoch kamen die beiden ab der Nachmittagsschleife immer besser in Fahrt, was die Verteilung der Bestzeiten verdeutlicht. Von den insgesamt zwölf zu vergebenen Zeiten gingen drei auf das Konto von Riedemann. Die übrigen Bestzeiten gingen an Julius Tannert (2), Marijan Griebel (4) und Dominik Dinkel (3), der die Rallye letztlich für sich entscheiden konnte.

Natürlich haben Lara und ich uns den Verlauf der Rallye anders vorgestellt.

Christian Riedemann

Ganz ohne Punkte gehen die beiden dennoch nicht nach Hause, denn auf der abschließenden Power-Stage fuhren Riedemann/ Vanneste mit 0,1 Sekunden Vorsprung eine knappe Bestzeit ein. Diese beschert den beiden fünf Bonuspunkte in der Meisterschaft, die am Ende der Saison viel wert sein könnten.

Riedemann: „Natürlich haben Lara und ich uns den Verlauf der Rallye anders vorgestellt. Dennoch machen die drei Bestzeiten zum Ende der Rallye viel Mut und ich kann es kaum erwarten vom 20. bis 21. August am Start der ADAC-Saarland-Pfalz-Rallye zu stehen. Nun geht es für uns darum, die positiven Aspekte aus der Veranstaltung zu ziehen, die gesammelten Daten aufzuarbeiten, um bei der nächsten Rallye wieder ganz vorne dabei zu sein.“

Christian Riedemann und seine belgische Beifahrerin Lara Vanneste. Foto: Riedemann

Christian Riedemann und seine belgische Beifahrerin Lara Vanneste. Foto: Riedemann

Dem hat auch die Belgierin Lara Vanneste nichts zu entgegnen: „Nach einer fünfjährigen Pause habe ich dieses Wochenende das erste Mal wieder zusammen mit Christian im Auto gesessen und es hat sich direkt wie früher angefühlt. Die Zusammenarbeit macht wie immer sehr viel Spaß und ich freue mich schon auf den nächsten Lauf.“

Der erste Lauf der Deutschen-Rallye-Meisterschaft nach der COVID-19 bedingten Pause war selbstverständlich versehen mit einem strengen Hygienekonzept. So war beispielsweise pro Team nur eine gewisse Anzahl an Personen auf dem Serviceplatz zugelassen. Voraussetzung für diese Berechtigung war ein negativer Corona-Test.

„Bedanken möchte ich mich noch bei dem gesamten Orga-Team der ADAC Rallye Stemweder Berg, die es geschafft haben nach knapp 20 Monaten Pause wieder einen Lauf zur Deutschen-Rallye-Meisterschaft auf die Beine zu stellen“, schließt Riedemann.

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Erstellt:
15. Juni 2021, 21:12 Uhr
Lesedauer:
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