Mehr Sicherheit für Radfahrer auf der Hannoverschen Straße fordert ADFC-Kreissprecher Berthold Vahlsing. Zählungen belegten das hohe Verkehrsaufkommen. Auch Pop-up-Radfahrstreifen würden die Aktiven unterstützen. Pop-ups ließen sich mit Gelbmarkierungen sofort umsetzen. Foto: ADFC

Mehr Sicherheit für Radfahrer auf der Hannoverschen Straße fordert ADFC-Kreissprecher Berthold Vahlsing. Zählungen belegten das hohe Verkehrsaufkommen. Auch Pop-up-Radfahrstreifen würden die Aktiven unterstützen. Pop-ups ließen sich mit Gelbmarkierungen sofort umsetzen. Foto: ADFC

Nienburg 14.03.2021 Von Die Harke

ADFC: Verkehr auf den Südring bringen

Der Fahrrad-Club fordert: Hannoversche Straße entlasten

Mit der Verkehrssituation auf der Hannoverschen Straße in Nienburg hat sich jetzt der örtliche Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in einem weiteren digitalen Treffen befasst. Auf der Stadtstraße seien nach wie vor zu viele Kraftfahrzeuge unterwegs.

Der Fahrradverkehr komme zu kurz. Der Südring hätte die Stadt vom Kraftfahrzeugverkehr entlasten sollen, auch die Hannoversche Straße. „Die Realität sieht allerdings immer noch anders aus“, meint Berthold Vahlsing, Sprecher des Verbandes.

Seit Fertigstellung des Millionenprojektes möchte der Verband die Bedingungen für das Fahrrad auf der Querverbindung vom Berliner Ring bis zum Langendammer Kreisverkehr verbessern. Das Angebot Südring reiche für den Kraftfahrzeugverkehr so aber offensichtlich nicht aus. Die Hannoversche Straße sei zu einladend. Alte Fahrgewohnheiten würden deshalb beibehalten, meint der Verband.

Bestätigt sieht sich der Fahrrad-Club durch eigene Verkehrszählungen. Danach liegt die Verkehrsbelastung der Hannoverschen Straße bei gut 10.000 Kraftfahrzeugen pro Tag. Der Südring komme nur auf knapp 4000 Kraftfahrzeuge. Die Anpassung der Beschilderung für den Fernverkehr reiche offensichtlich für eine deutliche Verkehrsverlagerung nicht aus.

„Wir wollen mehr Sicherheit für den Fahrradverkehr auf der Hannoverschen Straße“, so der Verein. „Es bedarf einer Neuordnung der verfügbaren Verkehrsflächen.“ Der ADFC empfiehlt die Einrichtung eines Radfahrstreifens in Richtung Langendamm. Begleitet werden könnte diese Maßnahme durch Tempo 30.

Neben mehr Sicherheit für den Fahrradfahrer würden sich diese Maßnahmen verkehrsdämpfend auswirken. Bereits bei der Vorstellung des Lärmaktionsplanes der Stadt Nienburg wurden ähnliche Maßnahmen empfohlen. Begleitend durch weniger Lärm würde man dem Gesundheitsschutz der Anwohner gerechter werden. Die notwendige Fahrbahnbreite sei bei Aufgabe der Abbiegespuren verfügbar. „Wir erwarten damit eine Verringerung des Kraftfahrzeugverkehrs auf der Hannoverschen Straße, verbunden mit einer Verlagerung auf die Südumgehung“, so der ADFC.

Der ADFC setzt auf Überzeugungsarbeit bei der Stadtverwaltung und Unterstützung bei der Politik. Die nächste „Critical Mass“ würde das Thema aufnehmen. Vor dem Hintergrund von Klimawandel und Verkehrswende gäbe es eine zunehmende Bereitschaft das Fahrrad zu nutzen, mit dem Pedelec auch für größere Entfernungen. Es bedürfe dafür allerdings attraktivere Verkehrswege.

„Wir wollen jetzt einen neuen Anlauf versuchen“, äußert der ADFC-Vorsitzende. Es könne nicht sein, dass das Millionen-Projekt Südring nicht für Entspannung im Stadtgebiet sorge. Der Kraftfahrzeugverkehr im Stadtbereich müsse neu bewertet werden. Fußgänger und Radfahrer sollten mehr Beachtung finden.

www.adfc-nienburg.de.

Zum Artikel

Erstellt:
14. März 2021, 15:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 09sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.