Mit Abstand und Respekt vor der Leistung: Dr. Gudrun Gronewold überreicht Luca Jauch die Urkunde für seine überaus erfolgreiche Teilnahme an der Internationalen Junior-Science-Olympiade. Foto: ASS Nienburg

Mit Abstand und Respekt vor der Leistung: Dr. Gudrun Gronewold überreicht Luca Jauch die Urkunde für seine überaus erfolgreiche Teilnahme an der Internationalen Junior-Science-Olympiade. Foto: ASS Nienburg

Nienburg 18.07.2020 Von Die Harke

ASSler sind über sich hinausgewachsen

Bemerkenswerte Auszeichnungen und Preise bei „Das ist Chemie!“, Internationaler Junior-Science-Olympiade und The Big Challenge

,,Ich bin sehr interessiert an Chemie und allen Naturwissenschaften und wollte einmal schauen, wie gut ich bin.“ Unbändigen Forscherdrang und große Freude am Lösen kniffliger naturwissenschaftlicher Fragestellungen versprühten so einige Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule – ein Entdeckergeist, der sich sogar gegen das Coronavirus immun zeigte und selbst vom Corona-Lockdown nicht gebändigt werden konnte.

Und Luca Jauch (Klasse 9b), von dem die obige Aussage stammt, gehört dabei zu den Nachwuchs-Wissenschaftlern und besonders Wissensdurstigen der ASS, die an renommierten Wettbewerben wie „Das ist Chemie!“ beziehungsweise Internationale Junior-Science-Olympiade teilgenommen haben oder ihre englische Sprachfertigkeit im Wettbewerb Big Challenge testen ließen.

Besonders bemerkenswert: Die Teilnahme an den Wettbewerben geschah nicht nur mit Köpfchen und Wissensdurst, sondern speziell in den Naturwissenschaften auch freiwillig über den sonstigen fordernden Unterrichtsalltag und dann online sogar über den Lockdown hinaus.

Dieses außerordentliche Engagement würdigte nun die stellvertretende Schulleiterin der ASS, Dr. Gudrun Gronewold, am Ende eines auf seine Weise besonders herausfordernden Schuljahres. In kleinen Zeremonien erhielten diese Schülerinnen und Schüler in ihrem Klassenraum Teilnahmeurkunden und Auszeichnungen für ihre besonderen Talente und ihr herausragendes Engagement bei den Wettbewerben.

Pflanzen beim Trinken zusehen

In Lucas Fall war es die Internationale Junior-Science-Olympiade. Das Thema der 17. Auflage des internationalen naturwissenschaftlichen Wettbewerbs: Tinte. „Braucht man zum Schreiben. Weiß doch jeder!“ So oder ähnlich würde wohl die erste Reaktion von nahezu jedem ausfallen. Lucas Antwort würde die meisten überraschen: Tinte? Damit kann man ein Thermometer bauen, die Wirkungsweise von Tintenkillern überprüfen, Pflanzen beim Trinken zusehen, die Bewegung kleinster Teilchen im Rahmen von Diffusion und Brownscher Molekularbewegung sichtbar machen und mit Tee und Tinte Rezepturen herstellen.

Und, bei so viel Können nicht zu vergessen: Der Tinte beim Trocknen zusehen, wenn man als erfolgreicher Nachwuchswissenschaftler die frisch unterzeichnete Urkunde in Händen hält.

Für Luca Fabio Jauch sogar ein dreifaches Vergnügen, erhielt er doch Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme bei gleich drei Runden des Wettbewerbs, wobei die Aufgaben von Runde zu Runde immer schwieriger wurden. Mit 60 Punkten bei erforderlichen 41,25 Punkten hatte er erfolgreich den Einzug in die dritte Runde des internationalen Wettbewerbs geschafft, was einen hervorragenden Rang 35 bei 1060 Rängen bedeutete.

„Und hier muss man wissen, dass sich wiederum gerade einmal 350 Teilnehmer für die dritte Runde dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten internationalen Wettbewerbs qualifizieren konnten“, so Thomas Volkhausen, an der ASS auch für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

Der Tinte beim Trocknen auf ihrer Urkunde zusehen konnte auch Alice Suin de Boutemard (Klasse 5e). Gleich bei ihrer ersten Teilnahme an der Internationalen Junior-Science-Olympiade erzielte sie 46 von 90 Punkten, damit Rang 2586 von 5550.

Doch damit nicht genug. Stärke bewies Alice Suin de Boutemard zusammen mit den Zehntklässlerinnen Leana Meyer und Helen Chen zudem noch beim Wettbewerb „Das ist Chemie!“. Und das geradezu buchstäblich. „Tolle Knolle – Chemie der Kartoffel“ – so lautete das Motto des 9. Durchgangs dieses Chemiewettbewerbs unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Kultusministeriums zur Förderung besonderer Begabungen. Eine der Aufgaben: Nachweis von Stärke in der Kartoffel.

Eintrittskarten fürs Phaeno in Wolfsburg

Leana Meyer und Helen Chen konnten sich über Urkunden für eine erfolgreiche Teilnahme freuen. Alice wiederum kann stolz sein auf ihre Urkunde für die sehr erfolgreiche Teilnahme, die dazu noch mit einem Sonderpreis versehen war.

Leider machte Corona ihrer Einladung zur Preisverleihung im Phaeno in Wolfsburg einen Strich durch die Rechnung. Ihren Preis erhielt sie natürlich dennoch: Eintrittsgutscheine für das Phaeno für Alice und eine Begleitperson, außerdem das Buch „Komisch, alles chemisch“ von einer bekannten Youtuberin, dazu einen Chemie-Laborlöffel und einen Gutschein über einen Einkauf in einer Buchhandlung vor Ort nach Wahl. Überdies darf sie an Experimenten in der Chemie-AG für Fortgeschrittene teilnehmen und so ihre Nachwuchswissenschaftskarriere vorantreiben.

Szenenwechsel: The Big Challenge. What’s the day in Britain called after Christmas? Wie heißt in Britannien der Tag nach Weihnachten? 263 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 8 der ASS waren mit Aufgaben wie diesen konfrontiert, mit Fragen nach dem Ausdrücken der Uhrzeit auf englisch, mit Leseverstehensaufgaben und, und, und. Teilnehmen konnten die Schülerinnen und Schüler an diesem Englischwettbewerb diesmal bequem von zu Hause aus – wegen der Coronasituation fand der Wettbewerb als Onlinewettkampf statt.

Auch in diesem Jahr winkten tolle Preise: Die Jahrgangsbesten erhalten Tageskarten für den Movie-Park bei Bottrop, Virtual Reality-Brillen, mobile Ladestationen, ein Tischtennisspiel, Kopfhörer, Bildbände über die USA, aber auch Bücher auf englisch, Schülerkalender, Wandkalender, Hefte mit landeskundlichen Infos, Bleistifte und Poster, Schlüsselanhänger, Fähnchen, Banner und vieles mehr.

Den Schülern Anreize bieten

Um keine Antwort verlegen – auch nicht auf die Frage nach dem Boxing Day – zeigten sich hier die folgenden Jahrgangsbesten der Albert-Schweitzer-Schule, die sich über eine Urkunde und besonders große Preise freuen dürfen:

Theo Seebode (Klasse 5d) Jahrgangsbester in Jahrgang 5, ist 30. landesweit geworden. Insgesamt haben in Niedersachsen 1251 Schülerinnen und Schüler im Jahrgang 5 am Wettbewerb teilgenommen.

Clara Wassmuth (Klasse 7d), Jahrgangsbeste in Jahrgang 7, ist landesweit auf Platz 4 bei 852 Teilnehmern im Jahrgang 7

Luisa Landwermann und Iven Palandt (beide Klasse 8e), Jahrgangsbeste in Jahrgang 8, haben beide die gleiche Punktezahl (338.75 von 350) erreicht und sind landesweit auf Platz 3 und auf Platz 66 bundesweit. 528 Achtklässler in Niedersachsen und 3214 Achtklässler in ganz Deutschland haben am Wettbewerb teilgenommen. Die Jahrgangsbesten haben also eine äußerst bemerkenswerte Leistung vollbracht.

Dr. Gudrun Gronewold ist begeistert vom Engagement der ASSler: „Es ist uns als Albert-Schweitzer-Schule ein Anliegen, den Schülerinnen und Schülern mit ihren besonderen Fähigkeiten und Talenten die Möglichkeit zu geben, diesen auch über den Unterricht hinaus nachgehen, ihnen Anreize zu bieten, besondere Herausforderungen anzunehmen und ihre Talente auszuleben. Uns ist es wichtig, dass die jungen Leute dafür auch besonders gewürdigt werden und Wertschätzung erfahren.“

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Erstellt:
18. Juli 2020, 17:27 Uhr
Lesedauer:
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