Die Switch kann auch als Handheld gespielt werden. Nintendo

Die Switch kann auch als Handheld gespielt werden. Nintendo

TGIF 17.03.2017 Von Rebecca Göllner

Ab ins nächste Level

Die Online-Kolumne zum Wochenende: Redakteurin Rebecca Göllner outet sich als Nintendo-Fan

Ich war nie ein großer Fan von Computer- oder Videospielen. Im Gegenteil, nach maximal einer halben Stunde war ich von ihnen zumeist gelangweilt und widmete mich wieder etwas anderem. Zumal es zu meiner Kindheit auch Trend war, seine Freizeit draußen im Freien und nicht vor einem flackernden Bildschirm zu verbringen.

Ebenso kann ich nicht mitreden, wenn meine männlichen Kollegen sich wiedermal über die neuesten Spiele auf dem Markt unterhalten und verstehe nur Bahnhof, wenn sie von irgendwelchen Tricks sprechen, um schneller ins nächste Level zu kommen. Trotz meiner Arbeit in der Onlineredaktion und meiner ständigen Auseinandersetzung mit diesen webbezogenen Themen, kann ich mich einfach nicht für solche Art Spiele begeistern. Dennoch gab es schon immer eine Ausnahme. Während ich PC, SEGA und Playstation links liegen gelassen habe, war ich schon in jungen Jahren ein Nintendo-Fan. Egal ob Gameboy oder Super Nintendo. Das Springen und Laufen mit Super Mario in der virtuellen Welt hat mir immer eine Menge Spaß gemacht. Wer hat nicht die Melodie des Spiels noch heute in den Ohren?

Und so konnte ich tatsächlich stundenlang gemeinsam mit meiner Schwester vor diesem kleinen Kasten sitzen und die Controller malträtieren. Schnell wurden Luigi und Yoshi zu Endgegnern bei Mario Kart. Da war man gerade auf dem ersten Platz, schmeißt einer von den beiden eine Banane und zack, landet man auf dem letzten Platz. Übrigens: Nur weil man die Tasten auf den Controllern fester drückt, fährt das Kart nicht schneller. Und auch das Mit-in-die-Kurven-legen bringt nur geringfügig etwas. Zu meinen Lieblingsspielen gehörten Super Mario World, Donky Kong Country, F-Zero sowie Zelda.

Meine Leidenschaft für Nintendo ist auch im Erwachsenenalter geblieben, trotz einiger „Rückschläge“. Denn was das Unternehmen sich mit dem Gamecube gedacht hat, erschließt sich bis heute nicht für mich. Die Wii war ganz nett, aber eben auch nicht mehr. Die Steuerung über die Wii-Remote mit Nunchuck war zwar eine Neuheit, aber nicht alles was neu ist, ist immer gut. Pluspunkt konnte die Wii allenfalls damit einfahren, dass es Spiele gab, die zur Bewegung animierten. Denn bisher waren Videospiele eher ein Hobby, dass im Sitzen gut zu absolvieren war.

Seit einigen Tagen ist eine neue Konsole von Nintendo auf dem Markt. Sie heißt „Switch“ und klingt erst einmal vielversprechend. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Hybrid-Konsole. Eine Mischung aus tragbarer Konsole wie damals schon der Gameboy und stationärer Konsole wie Super Nintendo, Wii oder Modelle der Kontrahenten von Sony und Microsoft. Die Idee hinter der Nintendo Switch ist, dass man sie gemütlich zu Hause auf dem Sofa spielen kann oder eben auch bei der Fahrt zur Arbeit im Bus.

Bisher hatte ich jedoch noch nicht das Vergnügen, die Konsole auf Herz und Nieren zu testen, kann es aber kaum abwarten, dies zu machen. Immerhin gibt es wieder die Spiele-Klassiker wie Zelda – Experten sprechen von einem der besten Videospiele des letzten Jahrzehnts – oder Super Mario und Mario Kart. Einzig der etwas happige Preis hält mich noch ab, die Konsole in mein Wohnzimmer zu holen. Mit knapp 330 Euro greift Nintendo meiner Meinung nach etwas zu tief in die Taschen der Käufer. Ehe ich das Geld ausgebe, gehe ich doch lieber raus in die Natur. Da gibt es Jump and Run ganz kostenlos.

Der Spiele-Klassiker "Zelda" ist bereits auf dem Markt für die Switch.  Nintendo

Der Spiele-Klassiker "Zelda" ist bereits auf dem Markt für die Switch. Nintendo

So sieht die neue Konsole von Nintendo aus.  Nintendo

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Mit der Super Nintendo hat die Leidenschaft von Redakteurin Rebecca Göllner angefangen.  Nintendo

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Die Kontroller müssen damals wie heute einiges aushalten.  Patrick Daxenbichler

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Erstellt:
17. März 2017, 15:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 46sec

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