Wesavi-Geschäftsführer Olaf Seemeyer.

Wesavi-Geschäftsführer Olaf Seemeyer.

01.02.2015

Ab morgen mit komplettem Saunabereich

Firma hat Wort gehalten: Schieferfliesen in einer Nacht erneut / Aber nach wie vor Ärger mit der Kasse

Von Edda Hagebölling

Nienburg. Wesavi-Geschäftsführer Olaf Seemeyer ist wahrlich nicht zu beneiden. Nach wie vor läuft es nicht richtig rund in Nienburgs neuem Ganzjahresbad. Immer wieder treten kleinere, aber auch größere Mängel auf, die dringend behoben werden müssen. Dazu kommen die Badegäste mit ihren Wünschen. Und mit ihrer Kritik. Sichtlich erleichtert ist der Geschäftsführer darüber, dass der Saunabereich ab morgen wieder komplett zur Verfügung steht. Der Saunabauer hat Wort gehalten. Innerhalb einer Nacht wurden sämtliche Schieferfliesen neu verklebt. Nach einer Aushärtungszeit von fünf Tagen können die Besucher ab dem 2. Februar neben den drei Saunen und dem Dampfbad im Inneren auch beide Draußen-Saunen nutzen. Allerdings: montags ist Frauensauna. Die männlichen Saunagäste müssen sich noch einen Tag länger gedulden. Ob es bei dem Frauensauna-Montag bleibt, wird nach Auskunft Seemeyers noch geprüft. Möglicherweise ändert sich das noch.

Mit dem Ende der eingeschränkten Nutzung endet parallel aber auch die Zeit des Schnuppertarifs. Ab morgen wird der reguläre Sauna-Eintritt fällig.

• 14,40 Euro für drei Stunden

• 17,50 Euro für den Tag.

Mit dem Saunatarif kann das komplette Bad genutzt werden. Also auch der Gesundheits- und der Sportbereich.

Geöffnet ist die Sauna

• Sonntag und Montag bis Donnerstag 10 - 22 Uhr

• Freitag, Sonnabend und vor Feiertagen 10 - 23 Uhr.

Wie Seemeyer weiter berichtet, werden in Kürze für den Ruhebereich auch Wolldecken zur Verfügung stehen. Sie standen ursprünglich nicht auf der Einkaufsliste.

Mit Raumteilern versehen wurde mittlerweile der Bereich der Caféteria, der auch Nicht-Wesavi-Gästen zur Verfügung steht.

Abgeschlossen sind inzwischen die Arbeiten im Außenbereich. Lediglich der Saunagarten konnte wegen des ständigen Regens bisher nicht angelegt werden. Das wird jedoch nachgeholt, sobald das Wetter es zulässt.

Um das Wohlfühlgefühl der Bade- und Saunagäste noch zu steigern, wurde mittlerweile eine Innenarchitektin damit beauftragt, für eine ansprechende Dekoration zu sorgen. „Geld, das ursprünglich zwar nicht eingeplant war, aber dennoch noch ins Budget passt“, wie Seemeyer versichert.

Verdeckt werden sollen außerdem noch die unansehnlichen Lüftungsschächte auf dem Dach des Wesavi.

Wegen Frostgefahr mit Planen abgedeckt ist das Sommerbecken. „Zwar zugegebenermaßen nicht so dekorativ, als Überwinterungsmaßnahme aber unumgänglich“, so der Geschäftsführer.

Die Verärgerung anzumerken ist Seemeyer allerdings, als er auf die nach wie vor defekten Drehkreuze zu sprechen kommt. Sie sind per Funk mit der Kasse verbunden. Dass sie nicht richtig funktionieren, führt dazu, dass die Gäste aus dem Sportbereich zurzeit auch den Gesundheitsbereich zum Nulltarif mitnutzen können. Für Seemeyer aber Einnahmen, die ihm am Ende des Jahres fehlen werden.

„Wir haben es hier offenbar mit einem massiven Hard- und Software-Problem zu tun“, so Seemeyer. Die Mängelliste liegt dem Generalplaner mittlerweile vor. Verbunden mit der Auflage, den Schaden bis Mitte Februar beheben zu lassen.

Dass sich mittlerweile im Nichtschwimmerbecken eine Dehnungsfuge gelöst hat, ist dem Geschäftsführer ebenfalls nicht verborgen geblieben. „In der Tat werden wir das Wasser aus dem Nichtschwimmerbecken noch einmal ablassen und nachbessern. Das hat aber Zeit bis zum Sommer und zählt dann zu den ganz normalen Revisionsarbeiten“, so Seemeyer weiter.

Erfreulich verlaufen ist offenbar das Treffen zwischen der Bädergesellschaft und den Schulen, die das Wesavi nutzen. In 95 von 100 Fällen konnte seinen Angaben zufolge ein Konsens erzielt werden.

Den Schulen stehen für ihren Sportunterricht drei von sechs Bahnen zur Verfügung. Abgerechnet wird nach wie vor über die Stadt. Und selbstverständlich hat Seemeyer auch überhaupt nichts dagegen, dass sich Nienburgs Stadtrat, wie angekündigt, mit dem Thema Sozialtarif befasst. Auch wäre es für ihn keine Problem. den „Nienburg-Pass“ anzuerkennen. „Aber natürlich nur, wenn die Stadt der Bädergesellschaft einen Ausgleich zahlt“, so der Geschäftsführer.

Die Einführung einer Zehnerkarte oder einer Jahreskarte ist vonseiten der Bädergesellschaft bisher nicht vorgesehen. Seemeyer erinnert in diesem Zusammenhang aber an die Möglichkeit, Geldwertkarten zu erwerben. Stark nachgefragt sei zum Beispiel die Geldwertkarte über 400 Euro, die bei jedem Besuch zu einem um 20 Prozent ermäßigten Eintritt führt.

Dass die aktuellen Besucherzahlen alles andere als zufriedenstellend sind, verhehlt Seemeyer nicht. Auch bezweifelt er mittlerweile, ob die der Berechnung zugrunde gelegten Zahlen überhaupt erreicht werden können.

Andererseits mangelt es dem Wesavi-Team nicht an Ideen für Aktionen, die auch Wesavi-Neulingen gefallen könnten. So sind eine Sauna-Nacht, eine Poolparty und ein weiterer Kindernachmittag bereits in Vorbereitung. Und auch der Internetauftritt ist so gut wie fertig.

Und sobald alle technischen Mängel behoben sind und Nienburgs neues Ganzjahresbad mit einem guten Gefühl beworben werden kann, werden die Maßnahmen intensiviert, die das Wesavi auch über die Grenzen des Kreises hinaus bekannt machen sollen.

Weitere Öffnungszeiten und Preise gibt es zurzeit unter www.nienburg.de/jugend-freizeit/baeder/wesavi-nienburg/.

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Erstellt:
1. Februar 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 21sec

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