ANZEIGE 25.02.2022 Von Alan Smithee

Abgasskandal betrifft auch Wohnmobile: Wissenswertes für Verbraucher

(ANZEIGE) Der Abgasskandal aus dem Jahr 2015 hat viele Halter von Dieselfahrzeugen betroffen und gegenüber namhaften Fahrzeugherstellern Misstrauen gesät. Neben den Fahrzeugbesitzern hat auch die Umwelt entscheidend unter der Manipulation der Emissionsdaten gelitten: Nicht ohne Grund kam es zu teils deutlichen Überschreitungen des zulässigen CO2-Ausstoßes, und das in vielen deutschen Städten. Neben den Effekten für die Halter von Pkws und Lkws hatte der Abgasskandal auch Auswirkungen auf die Besitzer von Campern und Wohnmobilen, die mit Dieselkraftstoffen betrieben werden.

Welche Wohnmobile und Camper sind vom Abgasskandal betroffen?

Zahlreiche Wohnmobile sind mit Dieselmotoren ausgestattet – und genau das wurde vielen Campingfreunden im Zuge des Abgasskandals zum Verhängnis, denn auch in Campern wurden in vielen Fällen die berüchtigten Abschalteinrichtungen eingebaut, welche die Daten zum CO2-Ausstoß manipulierten und so zu verfälschten Angaben führten. Betroffen davon sind unter anderem Fahrzeuge von Fiat, VW, Mercedes, Peugeot und Citroen, also viele Modelle international bekannter und renommierter Hersteller. Für die Besitzer eines solchen manipulierten Wohnmobils bedeutet das einen deutlichen Wertverlust, und das, obwohl die Preise für Camper bis dahin überaus stabil ausfielen.

Schließlich ist das Vorhandensein einer Abschaltvorrichtung, die falsche Auskünfte über den Emissionsausstoß gibt, als schwerer Mangel zu betrachten: Bei einem eventuellen Weiterverkauf des Fahrzeugs wird ein deutlich verringerter Gewinn erzielt, da das Wohnmobil nicht überall gefahren werden darf beziehungsweise ein Nachrüsten erforderlich ist, um die Emissionsdaten realistisch zu gestalten. Es gibt aber die Möglichkeit, eine Klage gegen den jeweiligen Fahrzeughersteller einzuleiten und sich einen Schadensersatz zu sichern. Grundsätzlich gilt eine zweijährige Gewährleistung von Herstellerseite, während der Rechtsansprüche geltend gemacht werden können. Kann nachgewiesen werden, dass der Hersteller von der Manipulation wusste oder diese gar aktiv herbeigeführt hat, wird diese Frist auf drei Jahre verlängert: An dieser Stelle greift die Klausel wegen Sittenwidrigkeit.

Klagen wegen des Abgasskandals: Worauf kommt es an?

In den vergangenen Jahren sind bereits viele Fahrzeughalter gegen die vom Abgasskandal betroffenen Hersteller vor Gericht gezogen. Betroffen sind vom Abgasskandal auch Wohnmobile: Besitzer können aufgrund der an den Fahrzeugen vorgenommenen Manipulationen einen Schadensersatz einklagen, wenn die Voraussetzungen stimmen. So muss nachgewiesen werden, dass es sich tatsächlich um ein entsprechend manipuliertes Wohnmobil handelt, damit gegen den Fahrzeughersteller vorgegangen werden kann. Sollten sich Besitzer eines Campers nicht sicher sein, ob ihr Modell dazu gehört, kann sich zunächst mit einem Fachanwalt in Verbindung setzen. Dieser kann feststellen lassen, ob eine Klage eine Option darstellt.

Ist es möglich, gegen den jeweiligen Fahrzeughersteller vor Gericht zu gehen, kann der Besitzer des Wohnmobils Schadensersatzansprüche geltend machen, sofern ihm Recht gegeben wird. Dann kann beispielsweise das alte Fahrzeug gegen ein neues und natürlich unmanipuliertes Modell getauscht werden. Alternativ kann auch der Kaufpreis erstattet werden. Welche Variante tatsächlich zum Einsatz kommt, hängt vom Einzelfall und auch von den Vorlieben des Fahrzeughalters ab. In jedem Fall ist es sinnvoll, einen Fachanwalt zu kontaktieren und zu engagieren, da sich über das erforderliche Fachwissen verfügt und so ein bestmögliches Ergebnis für den Kläger erzielen kann. In vielen Fällen trägt die Rechtsschutzversicherung des Klägers nahezu die gesamten die Kosten für das Gerichtsverfahren.

Zum Artikel

Erstellt:
25. Februar 2022, 06:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 38sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.