16.06.2013

Abonnenten seit 1982/83

Warum Christel und Wolfram Wichert aus Uchte schon seit 30 Jahren das Abo 2 buchen

Nienburg. In lockerer Folge werden in der Harke am Sonntag die einzelnen Theater-Abos vorgestellt. Und Abonnenten gefragt, warum sie sich für das jeweilige Angebot entschieden haben. In der heutigen Ausgabe erfahren Sie Näheres zum Abo 2. Die Fragen von Vize-Theaterchef Jörg Meyer beantworteten Christel und Wolfram Wichert aus Uchte.

Warum haben Sie sich aus den verschiedenen Angeboten für das Abo 2 „Schauspiel“ entschieden?

Bereiten Sie sich auf die Theaterbesuche vor oder lassen Sie sich gern überraschen? Herr und Frau Wichert, Sie sind Abonnenten im Nienburger Theater. Seit wann haben Sie ein Abonnement und welche Vorteile sehen Sie dabei?

Wir sind schon Theaterabonnenten seit der Zeit, als Theater noch in der Aula der Realschule an der Buermende gespielt wurde. Den genauen Beginn können wir schon gar nicht mehr bestimmen, aber es muss wohl so in der Zeit um 1982/1983 gewesen sein. Wir waren als junge Lehrer in Uchte gelandet. Weitab der Großstadt - und sehnten uns nach Theater. In einem Abo sahen wir den Vorteil, dass wir in jedem Winter feste Termine hatten, die langfristig eingeplant werden konnten. Ohne Abo, also nur mit einzelnen, ausgesuchten Terminen, hätten wir die Befürchtung gehabt, dass Theaterbesuche dann doch im Laufe der Zeit aus immer wieder unterschiedlichen Gründen (schlechtes Wetter, berufliche Termine, ein TT-Punktspiel oder auch nur einfach „Heute-hab`-ich-keine-Lust“) weniger geworden wären und schließlich gar nicht mehr stattgefunden hätten. So sind wir also seit cirka 30 Jahren jährlich sechs mal 35 Kilometer nach Nienburg und sechs mal 35 Kilometer wieder zurück nach Uchte wegen eines Theaterbesuches gefahren, d.h. 420 km pro Jahr, d.h. in 30 Jahren waren es mindestens 12 600 Kilometer. In Wirklichkeit waren es noch viel mehr, denn wir hatten über viele Jahre hinweg zusätzlich zu unserem Schauspiel-Abo 2 auch noch ein Abo im Opern- oder Musikring.

Warum sind wir im Ring 2 gelandet? - Uns schien dieses Abo von Beginn an das abwechslungsreichste zu sein. Hier gab und gibt es immer noch Ernstes und Heiteres, Trauriges und Fröhliches, Nachdenkliches und Einfaches, kurz gesagt im Bereich des Schauspiels von allem etwas.

Gibt es „Tops“ oder „Flops“, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind? Und gibt es in der kommenden Saison Stücke, auf die Sie sich besonders freuen?

Absolute Tops waren für uns immer die Auftritte der Bremer Shakespeare-Company, denen wir stets entgegen gefiebert haben. Flops gab es nur ganz selten. Wir können uns nur an zwei Theaterbesuche erinnern, bei denen wir bereits in der Pause gegangen sind. Und das ist für 30 Jahre ganz schön wenig. In dieser Saison freuen wir uns besonders auf den „Faust“ und auf den „100jährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand“.

In Bezug auf die Vorbereitung eines Theaterbesuches sind wir höchst unterschiedlich: Die Ehefrau bereitet sich vor, der Ehemann lässt sich gerne überraschen.

Wie beurteilen Sie das Nienburger Programmangebot? Sind Sie mit der Qualität zufrieden?

Das Angebot des Nienburger Theaters ist hervorragend, die Qualität der Aufführungen ist sehr gut. Es ist immer für jeden etwas dabei, und durch die Möglichkeit des Veranstaltungstausches wird eine ganz breite Palette angeboten, die jeder für sich selbst optimal ausnutzen kann. Wir glauben, dass Nienburg, gerade weil es kein eigenes festes Ensemble hat, große Vorteile hat und sich immer gute Stücke der Tourneetheater aussuchen kann. Wir wünschen den Verantwortlichen weiterhin ein so gutes Händchen bei ihrer Auswahl. Auf jeden Fall sind wir hochzufrieden. Sonst kämen wir ja auch nicht jedes Jahr wieder.

Haben Sie vielleicht Tipps für andere Theatergänger ...?

Eine tolle Idee war die Einführung der Möglichkeit des Veranstaltungstausches. Sollte jetzt einmal ein Termin unglücklich liegen oder ein Stück im Vorfeld nicht so sehr zusagen, kann man ja tauschen - Optimal gelöst! Der einzige kleine Kritikpunkt betrifft die Parksituation, besonders an den Tagen, wenn zeitgleich im Wesersaal eine Veranstaltung ist. Aber ansonsten ist eigentlich alles ganz gut gelöst und in Ordnung.

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Erstellt:
16. Juni 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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