Absagen: Ja, Panik: Nein.
Landkreis 12.03.2020 Von Holger Lachnit

Absagen: Ja, Panik: Nein.

Guten Tag

Seit Donnerstag haben die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Landkreis Nienburg eine neue Dimension erreicht: Das öffentliche Leben ist in vielen Bereichen zum Stillstand gebracht worden. Für viele

Im Nienburger Theater gibt es ab heute keine Vorstellungen mehr.

Es ist zudem möglich, dass ab Montag alle Schulen und Kindertagesstätten im Landkreis bis zum Ende der Osterferien am 15. April geschlossen werden. Ein Krisenstab des Landes hat das für ganz Niedersachsen empfohlen. Eine Entscheidung fällt am Freitag.

Gestern Vormittag sagte der Gewerbeverein Warmsen die fürs erste April-Wochenende geplante Gewerbeschau „Kieken un Köpen“ ab. Nachmittags folgte die Stadt Nienburg mit der Absgage für den zeitgleich stattfindenden Frühjahrsmarkt – der am 5. April geplante verkaufsoffene Sonntag in Nienburg steht damit vor dem Aus.

Der Lokalsport macht ebenfalls Pause: Der Handball wurde bis Mitte April abgesagt. Jugendfußball gibt es ebenfalls im Kreis vorerst nicht mehr – der Erwachsenenbereich wird wohl folgen.

Die gestrigen Entscheidungen haben weitreichende Folgen: Die Absage der Gewerbeschauen trifft die heimische Wirtschaft, vor allem die kleineren Betriebe. Dies gilt auch im Zusammenhang mit den möglichen Schulschließungen: Viele Eltern werden sich „kindkrank“ melden müssen.

Alle Absagen und Schließungen haben nur ein Ziel: eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Die Verantwortlichen handeln umsichtig und mit Augenmaß. Deshalb besteht auch kein Grund zur Panik. Auch wenn zu erwarten ist, dass die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis steigen wird.

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Erstellt:
12. März 2020, 21:10 Uhr
Lesedauer:
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