Amtsärztin Heike Stiegler nimmt einen Abstrich bei einer Schülerin, um sie auf den Coronavirus zu testen. Fotos: Landkreis Nienburg

Amtsärztin Heike Stiegler nimmt einen Abstrich bei einer Schülerin, um sie auf den Coronavirus zu testen. Fotos: Landkreis Nienburg

Hoya 08.03.2020 Von Nikias Schmidetzki

Abstrich nach der Ankunft

Reisegruppe muss sich nach Rückkehr aus Südtirol Untersuchungen unterziehen

Das Willkommen in ihrer Heimat hatten sich die 23 Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrkräfte des Hoyaer Johann-Beckmann-Gymnasiums sicherlich anders vorgestellt, als sie zum Skifahren ins italienische Südtirol gefahren waren. Nun ist Südtirol mittlerweile wegen der dort aufgetretenen Corona-Fälle als Risikogebiet eingestuft. Und die Reisegruppe musste sich nach der Ankunft zunächst Untersuchungen des Kreisgesundheitsamtes stellen, bevor sie sich in häusliche Quarantäne begab.

Am Wochenende ist der Bus in Hoya angekommen. Über die Vorgehensweise erklärt Kreispressesprecher Cord Steinbrecher: „Amtsärzten Heike Stiegler und Hygieneinspektor Christoph Rosinski haben die Gruppe in Empfang genommen. Die Schülerinnen und Schüler haben den Bus einzeln nach und nach verlassen und wurden zunächst untersucht. Bei Schülerinnen und Schülern, die Symptome zeigten, wurde ein Abstrich gemacht. Anschließend wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einmal über die Regeln der häuslichen Quarantäne informiert und dann nach Hause entlassen.“

Heike Stiegler und Hygieneinspektor Christoph Rosinski arbeiten in nötiger Schutzkleidung. Foto: Landkreis Nienburg

Heike Stiegler und Hygieneinspektor Christoph Rosinski arbeiten in nötiger Schutzkleidung. Foto: Landkreis Nienburg

Probleme habe es dabei nicht gegeben. Alle seien sehr gefasst und diszipliniert gewesen. Bereits während der Reise war die Gruppe auf die Situation vorbereitet worden. Dass alles reibungslos verlaufen sei, habe auch an der Unterstützung von Feuerwehr, die das Gelände ausgeleuchtet hat, und der Polizei gelegen, betont Steinbrecher. Dank des kooperativen Verhaltens aller Reiserückkehrer habe die Polizei nicht einschreiten müssen.

Die Schülerinnen und Schüler haben den Bus einzeln nach und nach verlassen und wurden zunächst untersucht. Bei Schülerinnen und Schülern, die Symptome zeigten, wurde ein Abstrich gemacht.

Cord Steinbrecher, Pressesprecher Landkreis Nienburg

Es ist nicht selten, dass bei Skifreizeiten Erkältungssymptome auftreten. Daher handelt es sich bei den Quarantäne-Anordnungen um reine Vorsichtsmaßnahmen. Für 14 Tage sollen die Betroffenen Kontakt zu anderen meiden und dem Gesundheitsamt täglich ihren Gesundheitszustand melden.

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Erstellt:
8. März 2020, 18:05 Uhr
Lesedauer:
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