Matthias Brosch DH

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Guten Tag 12.07.2019 Von Matthias Brosch

Achtung, Paarungszeit!

Wildunfälle sind in unserem waldreichen Landkreis Nienburg eine der Hauptunfallursachen. Das geht Jahr für Jahr aus der Statistik hervor. Von daher: Achtung Autofahrer! Viele Tiere befinden sich aktuell in der Paarungszeit und kreuzen regelmäßig urplötzlich die Fahrbahn. Als bester Schutz gilt eine angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren. Mit der Brunftzeit werden Rehböcke wieder besonders aktiv. Sie machen sich auf die Suche nach paarungsbereiten Ricken, dabei überqueren sie Straßen und Wege. Die Tiere befinden sich in einem hormongesteuerten und kopflosen Zustand. Das führt dazu, dass sie ihre natürliche Vorsicht und Scheu nahezu völlig ablegen. Der Autofahrer sollte in diesen Tagen immer mit mehreren Tieren rechnen, die seinen Weg kreuzen könnten. Gerade nachts und in der Dämmerung muss bei Fahrten auf der Landstraße in wildreichen Gebieten jederzeit Bremsbereitschaft herrschen.

Ein Zusammenstoß lässt sich, bei aller Vorsicht, nicht immer verhindern. Die Polizei rät bei einem Wildunfall, sofort die Warnblinkanlage des Pkw einzuschalten, die Warnweste überzustreifen und die Unfallstelle zu sichern. Anschließend ist die Polizei zu verständigen, die ihrerseits den zuständigen Revierinhaber alarmiert.

Wildunfälle sind im Landkreis Nienburg zuletzt weniger geworden. 1008 Fälle in 2018 standen 1041 im Vorjahr gegenüber. Neben der jetzigen Paarungszeit herrscht gerade im Frühjahr eine erhöhte Gefahr. Die Umstellung auf die Sommerzeit erhöht dabei stets das Risiko, da der Berufsverkehr in die Dämmerungszeit fällt, was wiederum zugleich die Hauptaktivitätsphase vieler Wildtiere ist.

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Erstellt:
12. Juli 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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