Action versus Schnulze

Action versus Schnulze

Rebecca Göllner Die Harke

Ostern ist vorbei und damit die Zeit der „Blockbuster“ im Fernsehen. Denn immer an Feiertagen kramen die Sender in ihren Filmkisten und zeigen einen guten Streifen nach dem anderen. Fehlte nicht oft die Zeit aufgrund der diversen Familienzusammenkünfte, könnte man wohl den ganzen Tag vor der Flimmerkiste verbringen. Vorausgesetzt, man kann das Faulenzen mit seinem schlechten Gewissen vereinbaren. Doch Achtung: Es könnte auch zum Zoff um die Fernbedienung kommen. Männer und Frauen haben zumeist einen sehr unterschiedlichen Filmgeschmack. Während Männer eher auf Action- und Dokumentarfilme stehen, bevorzugt das weibliche Geschlecht Komödien und Romanzen. Schuld daran sind vermutlich die Hormone. Während des Liebesfilms steigt sowohl bei Frauen als auch bei Männern die Menge des weiblichen Hormons Progesteron an. Gleichzeitig nimmt das Bedürfnis nach Zärtlichkeit zu. Bei den Männern sinkt außerdem der Testosteronspiegel und damit die Bereitschaft zu aggressivem Verhalten. Auf den Actionfilm reagieren Männer und Frauen völlig unterschiedlich. Selbst bei Männern, deren Testosteronspiegel schon zuvor relativ hoch gewesen ist, steigt die Menge des Hormons im Blut während des Films bis zu 30 Prozent an. Bei Frauen sinken die Testosteronwerte dagegen während der Filmsequenz ab. Zurückhaltende Frauen fühlen sich nach der Sequenz insgesamt unbehaglich.