Daniel Schmidt DH

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21.02.2016 Von Daniel Schmidt

Aerials - bitte wie?

Schon einmal was von Aerials gehört? Der Begriff sagte mir bis vor Kurzem ehrlich gesagt überhaupt nichts. Übersetzt wird aerial mit luftig oder oberirdisch. Im sportlichen Zusammenhang geht es um eine Disziplin im Freestyle-Skiing. Gesehen haben Sie die Luftakbrobaten mit Skiern sicherlich schon des Öfteren. Die Absprungfläche der Sprungschanze ist nahezu senkrecht nach oben gestellt. Mit dem nötigen Anlauf und Schwung zaubern die waghalsigen Sportler Salti, Drehungen und Schrauben in den Himmel – natürlich unter den kritischen Augen der Jury. Zuletzt zeigten die Überflieger beim Weltcup in Minsk ihr Können. Mir persönlich ist es nicht so wichtig, ob die Körperdrehungen und Vorführungen haltungstechnisch einwandfrei sind. Ich staune ganz einfach über den Mut und die Fähigkeiten, die die Athleten unter Beweis stellen – für mich als Nicht-Skifahrer erscheinen die Leistungen möglicherweise noch atemberaubender.

Schade, dass diese Sportart nur selten im Fernsehen zu sehen ist. Spektakulär und faszinierend zugleich geht es bei den Wettbewerben zu – leider auch gefährlich. Während der Olympischen Spiele in Sochi wurden die Verletzungen im Wintersport einmal genauer unter die Lupe genommen. Während sich die Skilangläufer vergleichsweise eher selten schwere Verletzungen zuziehen, endet für Freestyle-Spezialisten der Wettbewerb nicht ganz so selten auch mal im Krankenhaus.

Seit den Winterspielen in Lillehammer 1994 sind die Aerials olympisch. Der Schweizer Andreas Schönbächler und Lina Tscherjasowa aus Usbekistan gewannen damals Gold.

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Erstellt:
21. Februar 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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