Die arabische Übersetzung des Textes. CJD

Die arabische Übersetzung des Textes. CJD

Nienburg 03.11.2018 Von Die Harke

Afrin – eine Stadt der Hoffnung?!

HamS-Serie über das CJD-Projekt „Willkommen in Nienburg“/ Heute: Die Situation der Menschen in Syrien

Im Mittelpunkt der heutigen Folge über das CJD-Projekt „Willkommen in Nienburg“ steht die Situation der noch in den Kriegsgebieten Syriens lebenden Menschen und deren hier bei uns im Landkreis lebenden Angehörigen. Zu einem entspre chenden Informationsabend eingeladen hatte das Begegnungscafe St. Martin in Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst (JMD) im CJD Nienburg.

Afrin, so erzählte Karim Iraki (JMD), ist eine Stadt in Nordsyrien, sie hat eine Fläche von 2033 km², besteht aus sieben Gemeinden und gehört zum 63 Kilometer entfernten Aleppo. Afrin heißt „rotes Wasser“, wegen des Tonvorkommen im Boden. Die aramäische Übersetzung für Afro lautet „Fruchtbarer Boden“ und auf Kurdisch bedeutet Afrin „Gesegnete Schöpfung.“

Bis ins 19. Jahrhundert stand Afrin unter osmanischer Herrschaft. 1920, mit dem Ende des osmanischen Reiches, wurden Syrien und der Libanon unter französischer Kolonialmacht verwaltet. Diese endete 1946 mit der syrischen Unabhängigkeit.

Afrin wurde für diesen Abend ausgewählt, weil es noch zahlreiche familiäre Verbindungen zwischen hier in Deutschland lebenden Geflüchteten und dort lebenden Familienangehörigen gibt. Afrin auch deshalb, weil dieses Gebiet über viele Jahre inmitten des Krieges weitestgehend frei von kriegerischen Auseinandersetzungen blieb und dort selbstverwaltende Strukturen entwickelt wurden, die ein gelingendes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion - unter gleichberechtigter Teilhabe der Frauen - ermöglichten. Bis zum 18. März 2018, dem Tag, an dem türkische Truppen einmarschiert sind.

Erschütternd war, zu erfahren, unter welchen Belastungen die Menschen in Afrin –und in Folge auch deren Familienangehörige hier vor Ort – leben müssen, nachdem die türkische Armee das Gebiet um Afrin besetzte und die sogenannte Freie Syrische Armee und sunnitische Dschihadistengruppen die Dörfer und Städte kontrollieren. Der Zusammenbruch der gesundheitlichen Versorgung und des Handels, Vertreibungen und Entführungen (verbunden mit Lösegeldforderungen), Versorgungsengpässe und bewusst geschürte Ängste vor Verfolgung und Inhaftierung waren die Folge.

Eine Einordnung der derzeitigen Lage, wie auch der unterschiedlichen politischen Interessen, erfolgte durch Karim Iraki. Gerade angesichts der aktuellen Syrienkonferenz zwischen der Türkei, Russland, Deutschland und Frankreich in Istanbul war dies eine Hilfe und wichtige Information zum Verständnis der Lage in diesem Krisengebiet.

Es herrschte Einigkeit darüber, dass es wichtig ist, über die Lebensbedingungen in der Heimat der hier lebenden Migrantinnen und Migranten im Gespräch zu bleiben. „Wie dies geschehen könnte und wie von unserer Seite aus Hilfe aussehen könnte, soll in einem weiteren Treffen noch im November konkretisiert werden. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben“, so CJD-Mitarbeiterin Heike Schepp.

Das nächste Begegnungscafe St. Martin hat am 6. November wieder ab 16.00 Uhr im Gemeindehaus St. Martin geöffnet. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, das Polizeipräsidium in Nienburg zu besichtigen. Treffpunkt ist um 16 Uhr beim Präsidium auf dem Amalie-Thomas-Platz 1 in Nienburg. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Dieser Beitrag ist Bestandteil des CJD-Projekts „Willkommen in Nienburg“, das vom Bundesamt für Migration gefördert und von der HARKE am Sonntag begleitet wird.

Die Situation der nach wie vor in den Kriegsgebieten Syriens lebenden Menschen und ihrer hier vor Ort lebenden Angehörigen stand im Mittelpunkt des Informationsabends, zu dem das Begegnungscafe St. Martin und das CJD eingeladen hatten. CJD

Die Situation der nach wie vor in den Kriegsgebieten Syriens lebenden Menschen und ihrer hier vor Ort lebenden Angehörigen stand im Mittelpunkt des Informationsabends, zu dem das Begegnungscafe St. Martin und das CJD eingeladen hatten. CJD

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Erstellt:
3. November 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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