02.06.2013

„Aktiv und verantwortungsvoll“

Jagdgebrauchshundverein Nienburg feierte 75-jähriges Bestehen

Liebenau. 1938 wurde der Jagdgebrauchshundverein (JGV) Nienburg/Weser gegründet. Am Freitag begrüßte der Vorsitzende Dr. Michael Weber zu diesem Jubiläum im Hotel Sieling in Liebenau fast 100 Gäste und Mitglieder. Diese reisten zum Teil aus den benachbarten Bundesländern an. Traditionell bereichert wurde auch dieser besondere Anlass durch die Jagdhornbläsergruppe Nienburg und Bläser aus den eigenen Reihen. Als Mitglied, Jäger und Hundeführer begleitete der Alleinunterhalter Jan Ahlers den Abend.

Der Vorsitzende freute sich, dieses Jubiläum mit interessierten Gästen und Vereinsmitgliedern eröffnen zu können. Sein Rückblick auf bisheriges Geschehen und die Schilderung der derzeitigen Aktivitäten gaben den anwesenden Ehrengästen aus Nachbarvereinen, dem stellvertretenden Landrat Jürgen Leseberg sowie den Freunden und Mitgliedern einen komplexen Überblick.

Von 171 Mitgliedern blicken ca. ein Drittel auf mindestens 25 Jahre Mitgliedschaft zurück. Die treuen und langjährigen Mitglieder ab 40-jähriger Mitgliedschaft konnten besonders mit Anekdoten zur Chronologie beitragen. So gestaltete sich schon die Eröffnungsrede durch Dr. Michael Weber und die anschließenden Grußwort zu einem lebendigen Faden durch die Vereinsgeschichte. Die zahlreichen Grußworte brachten eines besonders zum Ausdruck: Der JGV Nienburg ist ein aktiver Verein, der seine verantwortungsvolle Aufgabe in der Unterstützung der Ausbildung ab dem Welpenalter und im Angebot der Prüfung von Jagdhunden zum brauchbaren und treuen Gefährten des Jägers sieht. Die Zuchtprüfungen, die Verbandsprüfungen und auch die Prüfungsdurchführungen der Brauchbarkeitsprüfungen für die Kreisjägerschaft Nienburg bilden dazu einen Schwerpunkt. Die Themen-Stammtische und Themenausbildungstage, z.B. Einführung in die Schweißarbeit, runden das Jahresprogramm dabei ab. Die Geselligkeit kommt dabei nicht zu kurz, davon konnten sich auch die geladenen Ehrengäste überzeugen.

Im Jagdgesetz ist vorgeschrieben, dass die Jagd nur mit einem brauchbaren Jagdhund ausgeübt werden darf. Für jedes Revier muss mindestens ein brauchbarer – also geprüfter – Hund eingetragen und einsetzbar sein. In den vergangenen 75 Jahren hat sich der Jagdgebrauchshundverein dieser Aufgabe angenommen. Die Ausbilder unterstützen den Jäger bei der Ausbildung seines Jagdhundes.

Der Verein bietet dann auch die Brauchbarkeitsprüfungen im Kreisgebiet Nienburg als Ausrichter für die Jägerschaft Nienburg an. Mehrere Prüfungen werden jährlich durchgeführt. So ist gewährleistet, dass gemäß den Vorschriften des Jagdgesetzes bei Drück-, Treib und Federwildjagden der brauchbare Jagdhund eingesetzt werden kann. DH

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Erstellt:
2. Juni 2013, 00:00 Uhr
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