Nachdem das Dach abgeklappt war, konnte der Patient befreit werden. Schiebe

Nachdem das Dach abgeklappt war, konnte der Patient befreit werden. Schiebe

Wietzen 17.10.2018 Von Uwe Schiebe

Alarmübung in Wietzen

35 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst beteiligt

Plötzlich ertönten die Sirenen: Am Montagabend kam es nach Angaben der Rettungsleitstelle in Stadthagen zu einem Verkehrsunfall auf der Hoyaer Straße in Wietzen. Ein Auto soll gegen 19.30 Uhr von der Straße gekommen und gegen einen Baum geprallt sein. Dabei wurden auch eingeklemmte Personen gemeldet. Tatsächlich handelte es sich bei dem Vorfall um eine sehr realitätsnahe Alarmübung. Die Einsatzkräfte aus Holte-Langeln erreichten die Einsatzstelle am Bahnübergang der stillgelegten Bahnstrecke zuerst und forderten sofort Verstärkung an. Außerdem wurde der Bereich ausgeleuchtet und schnellstmöglich mit der Rettung der verletzten Personen begonnen.

Der Beifahrer war bewusstlos, konnte jedoch zügig aus dem Fahrzeugwrack befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Anders war es beim Fahrer selbst: Auch wenn er ansprechbar war, mussten die Einsatzkräfte besonders Acht geben, da der Fahrer im Fußbereich eingeklemmt war. Die Rettungssanitäter behandelten eine Armverletzung und vermuteten außerdem Rückenverletzungen. Um den Patienten rückenschonend aus dem Auto zu bekommen, war die Feuerwehr gefordert.

Zunächst wurden die Scheiben und anschließend das Dach entfernt. Dies musste möglichst ohne große Erschütterungen geschehen. „Mit der Rettungsschere und dem Spreizer und jeder Menge Manpower konnte das Dach abgeklappt werden“, heißt es seitens der Feuerwehr.

Schließlich wurde mithilfe des Spineboards, ein Hilfsmittel zur Rettung verunglückter Personen mit möglicher Wirbelsäuleverletzung, der Fahrer befreit und ebenfalls dem Rettungsdienst übergeben.

Direkt nach der Übergabe stieg plötzlich Rauch aus dem Fahrzeug, der aber schnell gelöscht werden konnte. Unter der Leitung von Ortsbrandmeister Udo Stumpenhausen waren 30 Einsatzkräfte und fünf Rettungssanitäter von der SEG der Johanniter Unfallhilfe aus Hoya an der sehr realitätsnahen Alarmübung beteiligt.

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Erstellt:
17. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 49sec

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