Lars Cohrs und Imke Wicke. Landfrauenverein Hoya

Lars Cohrs und Imke Wicke. Landfrauenverein Hoya

Bücken 08.12.2017 Von Die Harke

Alle Jahre wieder...

Weihnachtslesung mit Lars Cohrs vor 250 Landfrauen

„Moin“, so begrüßte Lars Cohrs mit seiner markanten, sonoren Stimme 250 Landfrauen im [DATENBANK=1234]Gasthaus Thöle[/DATENBANK]. Skurriles und Nachdenkliches zum Weihnachtsfest hatte er im Gepäck und las auf spannende und humorvolle Art aus Werken von Erich Kästner, Astrid Lindgren, Loriot und Ephraim Kishon. Aber auch seinen Alltag als Radiomoderator des Senders NDR 1 ließ Cohrs nicht unreflektiert, teilen die Landfrauen mit. Mit dem Gedicht „Feiertage“ von Hanns Dieter Hüsch hielt Cohrs den Anwesenden einen Spiegel vor: Es weihnachtet, und wie mit einem Glockenschlag stellen sich zum „Fest der Liebe“ die kleinen Tragödien und Desaster ein, und das unter dem Deckmantel „besinnliche Weihnachten“.

Zu der Frage „Wer nimmt Oma“ rezitierte Cohrs Hans Scheibner, für das richtige Aufstellen des Weihnachtsbaumes las er aus dem Dienstweihnachtsbaum-erlass für Beamte, einer „Arbeitsorganisationsrichtlinie über die Handhabung und Verwendung von Nadelbäumen kleineren und mittleren Wuchses“, und mit der Kurzgeschichte „Im Tempel der Düfte“, ebenfalls von Hans Scheibner, ging Cohrs einfühlsam mit der Klientel der Weihnachtsgeschenke suchenden Ehemänner und Lebenspartner um und beendete diese Kurzgeschichte mit dem Hinweis „Jetzt wissen Sie, was die Männer so durchmachen.“

Die richtige Auswahl des Geschenkes sei immer ein heikles und wiederkehrendes Thema. Kinder wären noch in der glücklichen Lage, etwas Gebasteltes zu verschenken, Gutscheine seien ein Dauerbrenner, aber auf die Frage „Was schenkst du eigentlich?“ zu antworten „Gar nichts“, koste im Durchschnitt 50,30 Euro. „Geld spielt keine Rolle, solange wir Kredit haben“, sei die Antwort von Ephraim Kishon, und Reinhard Mey vertrete in dem Lied „Es ist Weihnachtstag“ die Auffassung, dass auch „mit Hinterlist geben nun mal seliger denn nehmen ist“.

Ganz schwierig sei die Frage „Was schenkt man Oma zu Weihnachten?“. Mit dem gleichnamigen Gedicht aus der Feder von Hans Scheibner hatte der Moderator auch prompt eine Antwort parat: „Gegen Omas Magenweh eine Flasche Magenbitter!“ Doch heißt es weiter in den Versen: „Oma nimmt sie in Empfang und stellt sie mit tausend Dank unter ihren Tannenbaum. Doch da stehn – du glaubst es kaum – ungefähr schon sieben Liter Kräuterschnaps und Magenbitter!“

Kritisch beäugte Cohrs dann den Christkindlesmarkt in Nürnberg, zitierte Klassiker wie „Die Geschichte vom Lametta“ und „Die Weihnachtsmaus“ von James Krüss. Zum Abschluss seines rund 90-minütigen Auftritts erinnerte Cohrs die Landfrauen an die Endlichkeit des Lebens mit dem Gedicht des verstorbenen Entertainers Heinz Schenk „Es ist alles nur geliehen hier auf dieser schönen Welt!“.

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Erstellt:
8. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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