Alle Kinder sollen in Niedersachsen ab dem 22. Juni wieder in die Kita dürfen. Foto: Esi Grünhagen

Alle Kinder sollen in Niedersachsen ab dem 22. Juni wieder in die Kita dürfen. Foto: Esi Grünhagen

Landkreis 09.06.2020 Von Die Harke

Alle Kinder können wieder in die Kita

Betreuungsplätze in allen Einrichtungen im Landkreis Nienburg ab dem 22. Juni

Alle Kinder sollen vom 22. Juni an wieder in die Kindergärten und Kitas im Landkreis Nienburg gehen dürfen. Vorerst gibt es dann aber einen eingeschränkten Betrieb, teilt das niedersächsische Kultusministerium mit.

„Ab dem 22. Juni können Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen wieder öffnen und allen Kindern einen Betreuungsplatz anbieten. Die Notbetreuung läuft zu diesem Datum aus, es wird auf einen eingeschränkten Betrieb der Kindertageseinrichtungen umgestellt“, heißt es in der Mitteilung.

Der eingeschränkte Betrieb sehe ein Betreuungsangebot für alle Kinder vor, die in der jeweiligen Kindertageseinrichtung einen Betreuungsplatz haben. Über diesen Grundsatz haben sich das Niedersächsische Kultusministerium, die Träger und die Kommunalen Spitzenverbände ausgetauscht und verständigt. Die Änderungen werden in der „Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus“ zum 22. Juni festgeschrieben.

Im Grundsatz sei im eingeschränkten Betrieb Betreuung im Umfang von vor der coronabedingten Einrichtungsschließung möglich.
„Die Kinder können in ihre regulären Kita-Gruppen zurückkehren und betreut werden. Auch freie Plätze können mit neuen Kindern belegt werden. Beschränkungen im konkreten Angebot der jeweiligen Einrichtung sind aber möglich, da die Personalressourcen in den Kindertageseinrichtungen infolge der Ausbreitung des Coronavirus nicht in vollem Umfang zur Verfügung stehen“, teilt das Kultusministerium weiter mit.

Der Fachkraft-Kind-Schlüssel bleibe daher weiterhin vorübergehend ausgesetzt. Um den Gesundheitsschutz zu gewährleisten und die Hygienepläne einhalten zu können, seien offene Gruppenkonzepte sowie die Durchmischung von Gruppen nicht zulässig.

Flexibilität beim Personaleinsatz sollen die Träger für den Fall erhalten, dass nicht ausreichend Fach- und Betreuungskräfte verfügbar stehe: Einmalig je Gruppe könne vorübergehend anstelle einer Fachkraft eine andere geeignete Person mit der Wahrnehmung von Aufsichtspflichten betraut werden, sofern mindestens eine sozialpädagogische Fachkraft in der Gruppe zeitgleich tätig ist. Möglicher Personalmangel könne so aufgefangen werden.

Der aus Leese stammende Kultusminister Grant Hendrik Tonne sagt dazu: „Ich bin sehr froh, dass wir zeitnah einen großen Schritt nach vorne machen können bei der Kinderbetreuung. Viele Eltern sind derzeit stark unter Druck, Familie und Arbeit zu organisieren. Mit dem eingeschränkten Betrieb können wir an dieser Stelle spürbar entlasten. Die Kinder können wieder regelmäßig mit ihren Kita-Freundinnen und -Freunden spielen und ihre Erzieherinnen und Erzieher sehen. Gerade die Vorschulkinder werden noch ausreichend Zeit bekommen, sich auf den wichtigen Wechsel zur Schule vorzubereiten und sich aus ihrer Kita zu verabschieden.“

Das seien gute Perspektiven, die sich daraus ergeben, dass sich das Infektionsgeschehen insgesamt auf einem niedrigen Niveau stabilisiert habe. Gleichzeitig sei das Coronavirus noch aktiv, und die Träger müssen ihre Risikogruppen schützen. „Wir stehen in der Verantwortung, die Gesundheit der Fachkräfte in den Kitas zu schützen. Die Fachkräfte leisten im Allgemeinen und insbesondere in der jetzigen Lage eine ganz hervorragende Arbeit, für die ich mich im Namen der Landesregierung sehr herzlich bedanke. Das bedeutet aber, dass die Einrichtungen nicht auf Volllast fahren können wie vor der Corona-Pandemie. Auch dieser Tatsache wird in unserem gemeinsamen Konzept des eingeschränkten Betriebs Rechnung getragen“, sagt Tonne.

Bis zum 22. Juni haben die örtlichen Träger nun Vorlauf, um notwendige Vorbereitungen des eingeschränkten Betriebs vorzunehmen. Diesem ausdrücklichen Wunsch der Kommunen sei das Kultusministerium nachgekommen, um einen funktionierenden Betrieb abzusichern.

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Erstellt:
9. Juni 2020, 19:01 Uhr
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