Die Nienburger Stadtverwaltung hat sämtliche Sitzungen der politischen Gremien bis zum 19. Februar abgesagt. Foto: Christian Schwier - stock.adobe.com

Die Nienburger Stadtverwaltung hat sämtliche Sitzungen der politischen Gremien bis zum 19. Februar abgesagt. Foto: Christian Schwier - stock.adobe.com

Nienburg 02.02.2021 Von Holger Lachnit

Alle Sitzungen sind abgesagt

Guten Tag – ein Kommentar

Die Nienburger Stadtverwaltung hat sämtliche Sitzungen der politischen Gremien bis zum 19. Februar abgesagt. Dies betrifft die heutige Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung, den morgigen Ortsrat Holtorf und den Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstag. Damit wirkt sich die Coronapandemie erstmals unmittelbar auf das politische und demokratische Gemeinwesen aus.

Diese Entscheidung ist nachvollziehbar. Bei einer Infektions-Inzidenz von über 200 ist es niemandem zuzumuten, sich mit zehn oder mehr Menschen auf engem Raum zu treffen. Um die hohen Infektionszahlen im Landkreis Nienburg herunterzubekommen, müssen alle Kontakte auf ein absolutes Minimum heruntergefahren werden.

Allerdings muss man schon die Frage stellen, warum in der vergangenen Woche der Nienburger Stadtrat mit seinen 39 Mitgliedern noch getagt hat. Und auch der Ortsrat Erichshagen-Wölpe musste zusammenkommen.

Die Absage von Sitzungen ist nur eine kurzfristige Lösung, die zudem nur von vorübergehender Natur sein darf. Politische Gremien müssen auch in Pandemiezeiten tagen – und der Öffentlichkeit muss Gelegenheit gegeben werden, an diesen Sitzungen teilzunehmen.

Sollte der Inzidenzwert im Landkreis Nienburg noch länger hoch sein, müssen Sitzungen digital erfolgen. Sei es über Videokonferenzen oder auch über einen Livestream im Internet. Das wäre auch eine Möglichkeit, die heimischen Fachfirmen aus der Veranstaltungsbranche mit kleinen Aufträgen zu unterstützen.

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Erstellt:
2. Februar 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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