Edda Hagebölling DH

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Guten Tag 07.01.2017 Von Edda Hagebölling

Alptraum

„Wohnhaus nach Feuer unbewohnbar.“ Der Bericht von Feuerwehrpressesprecher [DATENBANK=752]Marc Henkel[/DATENBANK] erreichte die Redaktion in der Nacht von Freitag auf Sonnabend. Im Wohnzimmer eines Einfamilienhauses an der Deichstraße in Nienburg war ein Feuer ausgebrochen. Vermutete Ursache: eine Kerze am Tannenbaum.

Wollte die Familie möglicherweise den Weihnachtsbaum noch ein letztes Mal in seinem Lichterglanz erstrahlen lassen, um ihn dann am Tag darauf abzuschmücken und zu entsorgen. Kennen wir alle, oder? Alptraum.

Wie in einem schlechten Traum fühlen sich auch die Kolleginnen und Kollegen des jungen Mannes, der bei dem Unglück auf dem unbeschrankten Bahnübergang bei Landesbergen tödlich verunglückt ist. Der Betrieb für Abfallwirtschaft hat für den morgigen Montag wegen der Beerdigung des Wendeners alle Touren umgelegt.

Entsetzen auch in Haßbergen. Mittwochmorgen um 8 klingelten neben zwei Polizisten auch Mitarbeiter der Ausländerbehörde des Landkreises und des Bundesamtes für Migration an der Tür von Nesreddin Iraki. Der Syrer hatte 15 Minuten Zeit, um seine Habseligkeiten zusammenzupacken. Danach ging es mit dem Flugzeug von Hamburg nach Oslo. Der junge Mann war auf seiner Flucht nach Deutschland in Norwegen registriert worden und musste darum dorthin zurück. Ohne Papiere und offenbar auch, ohne dass man in Oslo Bescheid wusste.

Schlechte Nachrichten auch aus der Landwirtschaft. An den Messstellen des Landes Niedersachsen in Liebenau und Nordel sind die Nitratwerte alarmierend hoch. Landrat Detlev Kohlmeier wurde vom Umweltministerium bereits aufgefordert, tätig zu werden. Bei der Landwirtschaftskammer setzt man auf die neue Düngeverordnung, die der Bundestag in seiner Sitzung am 19. Januar auf den Weg bringen soll. „Es hilft überhaupt nicht, diese Entscheidung weiter zu verschleppen. Die Landwirtschaft braucht verlässliche Rahmenbedingungen“, so Dr. Frank Schmädeke von der Bezirksstelle Nienburg der Landwirtschaftskammer Hannover. Und betont: „Das Problem ist der Gülletourismus.“

Erfreuliches kommt dagegen von der Bürgerstiftung. Trotz der niedrigen Zinsen konnte sie auch im vergangenen Jahr etliche Projekte unterstützen. Das Geld wurde durch den Einsatz zahlreicher Helfer erwirtschaftet. Hinzu kamen zahlreiche Spenden von Firmen und Privatpersonen. Allmählich setzt sich zudem der Gedanke durch, die Bürgerstiftung im Testament zu bedenken.

Zum Geldausgeben lädt dagegen Nienburgs Kaufmannschaft am heutigen Sonntag ein. Von 13 bis 18 Uhr kann gebummelt, zum Klönen eingekehrt und geshoppt werden. Glücklicherweise gibt es immer noch Menschen, die ihr Geld lieber in den Geschäften vor Ort als im Internet ausgeben.

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Erstellt:
7. Januar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

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