Keine Angst vor der neuen Schule. Auch die 6a freut sich auf die neuen fünften Klassen. Foto: MDG Nienburg

Keine Angst vor der neuen Schule. Auch die 6a freut sich auf die neuen fünften Klassen. Foto: MDG Nienburg

Nienburg 24.05.2020 Von Die Harke

Als „Frischling“ am MDG

Die Klasse 6a erinnert sich noch gut an ihre ersten Wochen an der weiterführenden Schule im August 2018

Im September erwartet Nienburgs Marion-Dönhoff-Gymnasium voller Freude seine neuen fünften Klassen. Um einen Vorgeschmack auf dieses wichtige Ereignis zu geben, erzählen 27 Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a und ihr Klassenlehrerteam, Sarah Reuss und Bernhard Firley, von ihren Erfahrungen in den letzten eineinhalb Jahren.

Der 10. August 2018 ist unser großer Tag: Die Sonne lacht, Schüler, Eltern und Lehrer auch. Es gibt bunte Namensbuttons, Kaffee und Kuchen, Musik und herzliche Begrüßungsworte. Dann endlich ist es so weit: 11.30 Uhr. Der erste gemeinsame Aufenthalt im Klassenraum: Zwei Lehrkräfte, die farbenfrohen Ranzen der Schülerinnen und Schüler über den Boden verteilt und 27 leuchtende Augenpaare, die erwartungsvoll nach vorne blicken. Die Begrüßung klappt bei dieser ersten Begegnung mäßig gut. Umso eindrucksvoller ist das erste gemeinsame Lachen. Die Wände wackeln nicht zum letzten Mal, und in die gelöste Stimmung hinein verpuffen bereits einige Unsicherheiten: „Was ist, wenn ich vor lauter Aufregung am ersten Tag stolpere oder stottere?“ „Was ist, wenn ich etwas Falsches sage und andere über mich lachen?“ „Sind unsere Lehrer vielleicht zu streng?“

Heute, also rund 21 Monate später, schmunzeln unsere Schülerinnen und Schüler über diese Befürchtungen. Kurz vor der Einschulung plagten sie aber fast jede und jeden von ihnen. Auch die Lehrer sind vor diesem Termin aufgeregt: „Werde ich jedem gerecht?“ „Denke ich an alles?“ „Kann ich mich verständlich ausdrücken?“

Erlebnispädagogik und andere Erfahrungen aus den ersten Wochen

Da ist es gut, dass die Schülerinnen und Schüler und Klassenlehrerteam eine ganze Einführungswoche nur füreinander haben. Das Programm ist dicht und abwechslungsreich: Erste Unterrichtsstunden, Verfügungsstunden für den Informationsaustausch, Schulrallye mit Fotoapparat, Schnitzeljagd in der Stadt, Grillen mit Eltern und Lehrern, Spielewettbewerb in der Turnhalle und natürlich Toben und Klettern mit den Erlebnispädagogen von den Wolkenkratzern. Nach fünf ereignisreichen Tagen haben dann alle plötzlich das Gefühl, dass es gar nicht mehr anders sein kann als so: „Wir haben Kennenlernspiele gespielt und so wusste man schnell die Namen der anderen.“ „Wir haben gelernt, was Zusammenhalten ist, man hat neue Freunde gefunden und viel Spaß zusammen gehabt.“ „Mir hat es gefallen, die Schule zu erkunden.“

Eine Woche später beginnt unser gemeinsamer Schulalltag. Dabei müssen viele Herausforderungen bewältigt werden: „Mir fiel es am Anfang schwer, im Unterricht mitzukommen, aber jetzt geht es gut.“ „Für mich war es schwierig, so früh aufzustehen (05.45 Uhr), lange Unterricht zu haben und dazu noch so lange Bus zu fahren.“ „Zuerst fiel mir das Vokabellernen nicht gerade leicht, weil es echt viele Vokabeln waren.“ Aber bei all dem waren die Fünftklässler/innen niemals allein: „Meine Familie und meine vielen neuen Freunde haben mir geholfen.“ „Ich habe hier meine neue beste Freundin gefunden.“ „Meine Mutter hat mir immer wieder auf die Beine geholfen. Heute in der 6. Klasse kann ich schon viel besser Vokabeln lernen.“

Und die Mühe lohnt sich. Im und außerhalb des Unterrichts gibt es am MDG so viel zu lernen: „Ich habe mich auf die Forscher-AG gefreutt. Alle Wettbewerbe, an denen ich teilgenommen habe, haben Spaß gemacht. Manche waren sehr kniffelig.“ „Ich bin stolz darauf, dass ich jetzt ein Blasinstrument spielen kann.“ „Im 5. Schuljahr habe ich beim Spendenlauf 48 Runden geschafft, ich bin also 19km gelaufen und habe so 136 Euro für die Krebsforschung spenden können.“ „Am meisten habe ich gelernt, dass man immer nett zu allen sein soll und dass jeder eine zweite Chance verdient.“ „Klar, es gibt auch Schüler, mit denen man sich nicht so gut versteht. Aber ich finde, dass gehört auch zu einer Klasse.“ „Ich bin stolz darauf, dass ich so viel gelernt habe und selbstständiger geworden bin.“

Auch die Lehrer lernen unentwegt dazu: „Lachen macht erst Spaß, wenn die Wände wackeln!“ „Manchmal reicht es, einfach nur zuzuhören.“ „Vertraue darauf, dass deine Schülerinnen und Schüler das schon regeln.“ „Deine Schülerinnen und Schüler sind schlauer als das Schulbuch und oft genug schlauer als du.“

Aus all diesen und vielen ungenannten Gründen möchten wir als Klassenlehrerteam uns bei unseren Schülerinnen und Schülern der 5a beziehungsweise 6a und ihren Eltern für die letzten eineinhalb Jahre bedanken: Mal nervenaufreibend, mal routiniert, aber immer voll geteilter Freude bleibt diese Zeit unvergessen. Nicht zuletzt deswegen wünschen wir uns für die Schuljahre 2020 bis 2022 neue Wegbegleiter zum gemeinsamen Lernen, produktiven Streiten und herzlichen Lachen. Kurz gesagt: Wir freuen uns auf unsere zukünftigen fünften Klassen! Damit dieser Neustart auch bei allen glückt, sei abschließend auf zwei Tipps unserer Schulprofis aus der 6a verwiesen: „Geh nicht nur auf eine Schule, weil deine Freunde dort hingehen. Triff eigene Entscheidungen und mache das, was DU für richtig hältst.“ „Halte dich nicht zurück, sondern sei einfach du selbst.“

Anmeldung:
Für die Anmeldung der kommenden 5. Klassen stehen auf der Homepage des MDG alle Informationen bereit. Die Unterlagen können vormittags zwischen 8 und 13 Uhr in der Schule abgeholt oder per E-Mail beziehungsweise telefonisch angefordert werden. Die Anmeldefrist ist aufgrund der aktuellen Lage verlängert worden. Die Anmeldeunterlagen müssen bis spätestens 28. Mai 2020 in der Schule eingegangen sein, auf dem Postweg zurück oder per Einwurf in den Briefkasten an der Schule.
Bei Fragen können Interessierte das Sekretariat des MDG unter (0 50 21) 8 77 00 kontaktieren.

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Erstellt:
24. Mai 2020, 06:55 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 45sec

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