Petershagen 02.04.2019 Von Die Harke

Als Kinder die Nazi-Zeit erlebt

Frühjahrstagung der „Child Survivors Deutschland“ in Petershagen

Die „Überlebenden Kinder der Shoah“, der Verein „Child Survivors Deutschland“, hält seine Jahrestagung noch bis zum 3. April in Petershagen ab. Seit 2014 findet das überregionale Treffen zweimal jährlich in Petershagen statt und wird begleitet von der dortigen Arbeitsgemeinschaft (AG) „Alte Synagoge“. Die „Child Survivors“ haben als jüdische Kinder die Verfolgung der Nazis bis 1945 überlebt, viele mit körperlichen und emotionalen Verletzungen, die sie bis heute belasten. „Sie können sich gut in Verfolgte aller Art hineinversetzen“, teilt Wolfgang Battermann von der AG mit. „Einige der Überlebenden waren damals Flüchtlinge. Hochaktuell, denn sie können erahnen, wie es verfolgten Kindern in ihren nächsten 70 Jahren ergehen wird, sowohl in einem feindlichen, als auch in einem wohlwollenden Umfeld.“

Die „Überlebenden Kinder der Shoah“ geben Empfehlungen für die Gesellschaft, die Politik, für Juden, für Israel und den Umgang mit Israel, für die Bildung von Kindern und Jugendlichen. Sie berichten in Petershagen von ihren Erfahrungen und was sie als Zeitzeugen des Holocaust heute empfinden, weshalb sie seit fast 75 Jahren alarmbereit und unruhig sind. Anderthalb Millionen Kinder wurden von den Nazis umgebracht.

Gestern sprach Pavel Hoffmann, einer der jüngsten Überlebenden des Holocaust – als Kind in Theresienstadt – im Alten Amtsgericht über sein Leben. Heute, 19.30 Uhr, musizieren an selber Stelle Daniel Weltlinger, Geiger, und Janko Lauenberger, Gitarrist. Sie spielen Gypsy-Swing, Klezmer und mehr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind immer gern gesehen.

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Erstellt:
2. April 2019, 14:39 Uhr
Lesedauer:
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