Landrat Detlev Kohlmeier begrüßt die Stipendiatinnen Anna-Sophie Cording (links) und Stella Kastenschmidt im Nienburger Amtshaus. Landkreis Nienburg

Landrat Detlev Kohlmeier begrüßt die Stipendiatinnen Anna-Sophie Cording (links) und Stella Kastenschmidt im Nienburger Amtshaus. Landkreis Nienburg

Landkreis 24.05.2019 Von Die Harke

Als junge Ärzte zurück nach Hause kommen

Landkreis vergibt Medizinstipendien – zurzeit erhalten fünf Studierende Unterstützung

Zum Informationsaustausch hatte Landrat Kohlmeier kürzlich zwei der insgesamt fünf Medizin-Stipendiatinnen im Nienburger Amtshaus empfangen. „Um die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum auch in Zukunft sichern zu können, unterstützen wir jedes Jahr bis zu drei Studierende mit einem Stipendium“, sagte Kohlmeier beim Treffen mit den Stipendiatinnen Stella Kastenschmidt und Anna-Sophie Cording. Beide absolvieren derzeit an unterschiedlichen Studienorten ihr Studium der Humanmedizin und haben das Angebot des Landkreises gerne genutzt. Sie arbeiten darauf hin, sich im Anschluss an das Studium als Ärztinnen im Kreisgebiet niederzulassen. „Ich bin froh, so engagierte und zielstrebige Studentinnen in unserem Stipendienprogramm zu wissen“, sagte der Landrat.

Die Stipendiaten erhalten ab Beginn des Studiums einen Betrag von 300 Euro monatlich. Weiterhin kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Zuschuss zu den Studiengebühren in Höhe von grundsätzlich 50 Euro oder 150 Euro im Ausland monatlich gewährt werden. Die Zuwendung soll es den Stipendiaten ermöglichen, sich intensiv auf ihr Studium zu konzentrieren, damit schnell ein erfolgreicher Abschluss erreicht werden kann. Das Stipendium wird frühestens ab dem Beginn des kommenden Winter- oder Sommersemesters gewährt. Es wird grundsätzlich bis zum Ende des Studiums, längstens bis zur Dauer von 75 Monaten gewährt.

Studierende verpflichten sich, nach der fachärztlichen Weiterbildung für einen Zeitraum von zwei bis vier Jahren – je nach Dauer der in Anspruch genommenen Stipendienförderung – in einem unterversorgten Bereich im Landkreis ärztlich tätig zu sein. Die Idee, Medizinstudenten durch Stipendien an eine Region zu binden, ist nicht neu. Die Erfahrung zeigt, dass die Bereitschaft von Medizinstudierenden, auch „aufs Land zu gehen“, häufig erst geweckt werden muss.

Die beiden Stipendiatinnen hatten im Vorfeld bei der Bewerbung für das Stipendium überzeugend dargelegt, warum sie sich ein Arbeiten im ländlichen Raum vorstellen können. Insgesamt nehmen derzeit fünf Studierende an dem Stipendienprogramm teil. Weitere Auskünfte erteilt Christian Bei der Kellen im Fachbereich Gesundheitsdienste unter Telefon (0 50 21) 96 79 25 oder gesundheitsdienste@kreis-ni.de.

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Erstellt:
24. Mai 2019, 16:01 Uhr
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