Heidi Reckleben-Meyer DH

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Landkreis 25.02.2019 Von Heidi Reckleben-Meyer

Alt werden, ohne alt zu sein?

Guten Tag

Egal, mit wem man spricht: Die meisten Menschen wollen ganz alt werden. Seltsam nur: alt sein – das will dann keiner. Da war es jetzt in der Evangelischen Heimvolkshochschule bei einem Kurs zahlreicher Senioren (siehe auch Bericht auf Seite 21) geradezu erfrischend, als eine Teilnehmerin eine Schilderung mit „Wir sind ja alt ...“ begann. Und das war weder als Entschuldigung noch als Erklärung für Defizite gemeint. Sie wählte ganz gezielt diesen Satz, um deutlich zu machen, mit welch großer Gelassenheit über kleine Fehler, die der eine oder andere macht, hinweggesehen und auch gemeinsam gelacht wird.

Sie unterstrich damit auch, dass die Kursteilnehmer sich einem Thema zugewandt hatten, das sie interessierte – und es als völlig unerheblich erachteten, ob das außerhalb der Gruppe Akzeptanz und Anerkennung finden würde. Entscheidend war, dass sich die Gruppe mit Begeisterung ans Thema machte. Diese älteren Herrschaften haben sich ihre Neugier und Offenheit erhalten, auch etwas ganz anderes in den Blick zu nehmen. Sie bleiben geistig und körperlich beweglich.

„Es gibt immer jemanden, der Dir erzählen will, dass Du etwas nicht tun kannst, weil es zu schwierig oder gar zu gefährlich sei oder weil Du zu alt bist. Tue es einfach! Es ist nie zu spät, die Dinge zu tun, die Du immer schon mal machen wolltest.“ Das hat die Engländerin Helen Tew gesagt, die sich mit 89 Jahren ein Segelboot kaufte.Und sie erfüllte sich einen Traum, der sie 70 Jahre lang bewegt hatte: Sie überquerte mit dem Boot den Atlantik.

Mit dem Blick auf solche Beispiele würde ich mir durchaus wünschen, sehr alt zu werden – und zu sein!

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Erstellt:
25. Februar 2019, 15:16 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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