Nessi Tausendschön springt mit vollem Körpereinsatz von gefühlvollen Momenten zu unbändiger Wut und reißt ihr Publikum in jeder Wendung mit. Foto: Uwe Würzburger

Nessi Tausendschön springt mit vollem Körpereinsatz von gefühlvollen Momenten zu unbändiger Wut und reißt ihr Publikum in jeder Wendung mit. Foto: Uwe Würzburger

Nienburg 04.08.2020 Von Die Harke

Alte Kracher, neue Nummern

Nessi Tausendschön kommt am 2. Oktober mit 30-Jahre-Best-of ins Kulturwerk

Die energiegeladene Kabarettistin Nessi Tausendschön kommt am Freitag, 2. Oktober, um 20 Uhr mit ihrem Best-of-Programm „30 Jahre Zenit“ ins Nienburger Kulturwerk. Unter dem Untertitel „Operation Goldene Nase“ bringt sie einen Mix aus alten Krachern und neuen Nummern mit. Die Veranstaltung im Kulturwerk ist auch Bestandteil des Streaming-Abos „Kabarett vom Sofa“. Sie findet statt mit freundlicher Unterstützung von Avacon.

Menschen wollen lachen. Wir sind Menschen, wir wollen glücklich sein und nicht immer nur hadern. Aber oft eben auch doch. Und genau das ist es, was abends auf Kabarettbühnen im besten Fall passiert: Elegantes, Kluges und Schönes hadern mit den großen, aber auch mit den kleinen Themen des Lebens. Scheitern als Schanze, Erfolg durch Zufall, Glück als Resultat kontinuierlichen Strebens nach Erkenntnis.

Seit 30 Jahren ist Nessi Tausendschön nicht von der Bühne zu bomben. 30 Jahre mondän kultiviertes Schabrackentum, geschmeidige Groß- und Kleinkunst, Verblüffungstanz, melancholische Zerknirschungslyrik und schöne Musik. Wenn Nessi die Brüche des Lebens zelebriert, dann erwachen selbst die Seelenblinden im Publikum aus der distanzierten Erstarrung, dann verwischen sich die Grenzen zwischen innerer, erinnerter seelischer Realität und äußerer leibhaftiger Gegenwart, zwischen Öffentlichkeit und Privatem, ja Intimem, und kein Auge bleibt trocken. Kurz gesagt: Nessi hat als Kabarettistin eine Zunge wie eine Reitpeitsche, als Sängerin aber eine Stimme wie ein Engel. Eine wunderbare Kombination.

Nessi Tausendschön ist eine echte Platzhirschin der deutschen Kleinkunstszene. Man kennt sie aus Fernsehen und Radio, aus dem Satiregipfel oder als regelmäßige Gästin bei der „Ladies Night“ im WDR und der ARD oder in „Die Anstalt“ im ZDF.

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass 30 Jahre Bühnen-Dasein an Frau Tausendschön aber auch nicht spurlos vorüber gegangen sind: Sie ist Trägerin des Deutschen Kleinkunstpreises und des Salzburger Stiers. Diese Auszeichnungen mögen stellvertretend für die zahlreichen anderen Ehrungen stehen, mit der die Kulturindustrie das kabarettistische Naturereignis Nessi Tausendschön gewürdigt hat.

Um es mit Nessi Tausendschöns Worten zu sagen: „Seit der Böhmermannaffäre wissen wir alle: Satire bewirkt doch etwas, und wenn es nur eine Staatsaffäre ist, haha. Und mit dem Wissen um das kleine Rädchen im großen Weltengefüge, das ich bin, kann ich guten Gewissens sagen: Ich bin gerne Kabarettistin. Eine Amüsierdame, eine Lustigkeitshure, eine Witzeprostituierte, eine Scherzkeksin, eine Spaßkurtisane, eine Fezdirne, eine Joke-Bitch, eine Juxnutte, eine Gagschlampe, ein Ulk-Callgirl, im Norden sagt man wohl: eine Lachmöse, heute auf Neusprech heißt das ‚Joke Account Facility Managerin‘.“

Die Logenplätze mit ausreichend Abstand im Nienburger Kulturwerk sind ab sofort im freien Verkauf zum Preis von 25 Euro erhältlich. Reservierungen per E-Mail an info@nienburger-kulturwerk.de oder unter Telefon (0 50 21) 92 25 80.

Wer keine Karten für die Logenplätze mehr bekommt oder lieber noch keine öffentlichen Veranstaltungen besuchen möchte, kann Nessi Tausendschöns Auftritt im Rahmen des „Kabarett vom Sofa“ auch live auf dem heimischen Fernseher oder Computer ansehen. Das Prozedere: Wer ein „Kabarett vom Sofa“-Abo bestellt, bekommt einen Link für die Veranstaltung zugeschickt. Mit einem Klick auf den Link öffnet sich das Video im Internetbrowser. Die Kosten für das Streaming-Abo liegen bei 19 Euro für ein 3er-Abo und 35 Euro für das 6er-Abo. Die Streaming-Abos sind ebenfalls per E-Mail, per Telefon oder im Internet erhältich unter: www.nienburger-kulturwerk.de

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Erstellt:
4. August 2020, 19:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 41sec

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