Matthias Brosch DH

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Landkreis 10.12.2018 Von Matthias Brosch

Alte Liebe neu entfacht

Guten Tag

Vor ein paar Tagen ist Osman Engin in Nienburg aufgetreten – und ich habe davon im Vorfeld nichts mitbekommen. Wirklich schade, aber dennoch ist meine alte Liebe jetzt wieder neu entfacht. Super! Dass der deutsche Buchautor und Satiriker türkischer Abstammung, dessen Texte ich vor gut 30 Jahren im Stadtmagazin „Bremen“ kennen und lieben gelernt habe, für eine Lesung ins Nienburger Kulturwerk gekommen war, erfuhr ich am Abend des Nikolaustags durch Zufall und bedauerlicherweise zu spät.

Die Veranstaltung war, wie ich hinterher festgestellt habe, nicht großartig öffentlich beworben worden. Sie war vielmehr ein Dankeschön des Fachdienstes Migration und Teilhabe des Landkreises an geladene Ehrenamtliche.

Engins Lesung muss dem Publikum gefallen haben – schließlich bekam ich zwei Tage später in einem Buchgeschäft mit, wie sich eine Frau sich das neueste Werk gleich bestellte und dabei vom Auftritt schwärmte. Spätestens jetzt war meine Neugier geweckt. Im Gefühl, etwas verpasst zu haben, kramte ich zu Hause eine alte CD des Satirikers aus meiner Sammlung hervor.

Dazu stieß ich auf den Podcast „Alltag im Osmanischen Reich“, den ich gleich abonniert habe und somit die aktuellsten Hörstücke geliefert bekomme. In den Glossen geht es, so heißt es in der Beschreibung, um einen „wahrhaft geplagten Kanaken, oder politisch korrekt, Deutschtürken. Dieser fühlt sich missverstanden, selten geachtet, und irgendwie hat er auch immer Pech. Obwohl er so verständnisvoll wie nur möglich sein möchte.“

Etwas von Osman Engin zu lesen oder von ihm vorgetragen zu bekommen, regt zum Nachdenken an. Kleiner Tipp zu Weihnachten …

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Erstellt:
10. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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