Fritz Heyer und Bernhard Langenkamp (vorn) sowie Gerhard Joachim und Norbert Richter breiteten dieses Banner aus. Foto: Bernhard Langenkamp

Fritz Heyer und Bernhard Langenkamp (vorn) sowie Gerhard Joachim und Norbert Richter breiteten dieses Banner aus. Foto: Bernhard Langenkamp

Lichtenhorst 29.04.2021 Von Die Harke

Alternativen für Schulgebäude diskutiert

Informationsveranstaltung zum Verlust des Dorfgemeinschaftshauses in Lichtenhorst

Mitglieder des Gemeinderates Steimbke und Vertreter der Verwaltung der Gemeinde Steimbke trafen sich zu einer Informationsveranstaltung in der Fahrzeughalle der Feuerwehr Lichtenhorst, um die Situation nach der Schließung des Kindergartens und die Folgen des maroden Gebäudezustands des Schulgebäudes zu diskutieren. Das teilt der Heimatverein Lichtenhorst mit.

Ratsherr Norbert Richter (WG) hatte die Ratsherren zu diesem Termin eingeladen, um die Folgen der Schließung des Schulgebäudes für die Kinderbetreuung und der Lichtenhorster Vereine noch einmal darzustellen. Neben Bürgermeister Friedrich Leseberg waren auch Gemeindedirektor und Samtgemeindebürgermeister Knut Hallmann und der Leiter des Bauamtes, Kai Ohlendorf, erschienen.

Fritz Heyer, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Lichtenhorst, konnte in einer Präsentation anschaulich erläutern, welche Folgen der Verlust des Schulgebäudes für viele Lichtenhorster Vereine und Eltern haben wird.

Die Vorsitzenden der Lichtenhorster Vereine hatten dazu Vorschläge entwickelt und konnten Alternativen zur Kinderbetreuung in Lichtenhorst und Lösungen für die Lichtenhorster Vereine und der Feuerwehr aufzeigen. So könnte ein Konzept für eine alternative Kinderbetreuung in Lichtenhorst ein Waldkindergarten sein. Gemeindeeigene Grundstücke dafür wären vorhanden und ein Schutzraum ließe sich mit moderatem Kostenaufwand schaffen.

Ein Vorschlag für ein Vereins- und Schützenhaus für alle Vereine und die Feuerwehr wurde den Anwesenden ebenfalls vorgestellt. Wegen der räumlichen Trennung zum Feuerwehrhaus wird dieser Vorschlag von der Feuerwehr aber nicht favorisiert. Größere Beachtung und teilweise auch Zustimmung fand dagegen ein Umbau der jetzigen Altpapiersammelstelle zum Unterrichtsraum für die Feuerwehr und der geplante Anbau neuer Toiletten am Schützenhaus. Für diese Maßnahme wurden von Rat und Verwaltung spontan Mittel für eine vorläufige Kostenschätzung für diese beiden Maßnahmen zur Verfügung gestellt.

Die ortsansässige Dipl.-Ing. Sabine Lohmann hatte beide Objekte vorab besichtigt und wird nun diese Kostenschätzung vornehmen. Alle Anwesenden waren sich einig, dass man erst dann, nach Kenntnis der zu erwartenden Kosten, für dieses Projekt in weitere Planungen einsteigen kann. In erster Linie soll aber das beauftragte Baugutachten für das Schulgebäude abgewartet werden. Mit erstem Ergebnis dazu ist laut Kai Ohlendorf in rund zwei Monaten zu rechnen.

Sollte es zu einem Totalverlust des Schulgebäudes kommen, muss eine Übergangslösung gefunden werden. Auch darin waren sich alle Anwesenden einig.

Bürgermeister Leseberg fasste das Ergebnis der Veranstaltung so zusammen, dass man sich alle Optionen offenhalten sollte. Dazu gehört neben den Vorschlägen zum Umbau des Feuerwehr- und Schützenhauses eine Sanierung des vorhandenen Schulgebäudes nach Teilabriss und eventuell sogar ein Neubau aus Mitteln des Programms „Lebendigen Zentren“ oder aus dem Dorfentwicklungsprogramm. Alle Bürger sind aufgerufen Vorschläge für den Handlungsbedarf in diesen Programmen zu machen. Den Fragebogen dazu gibt es auf der Homepage der Samtgemeinde Steimbke.

Die Lichtenhorster Vereinsvorsitzenden und die Initiative Pro Kindergarten haben Banner in der Ortsmitte mit Hinweis auf die Kommunalwahl 2021 aufgestellt, um zukünftige neue Bürgermeister und Ratsmitglieder auf die Forderung der Lichtenhorster Bürger nach einer zukunftsorientierten, einvernehmlichen Lösung als Ersatz für das Schulgebäude zu entwickeln. „Die Lichtenhorster Einwohner sind sehr gespannt und werden sicher genau beobachten, wie sich die Kandidaten für die Kommunalwahl zu dieser Thematik positionieren“, betont Fritz Heyer.

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Erstellt:
29. April 2021, 20:12 Uhr
Lesedauer:
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