Steimbke 24.02.2017 Von Die Harke

Alternativen werden geprüft

WVGN begrüßt Einigung in der Düngegesetzgebung

[DATENBANK=2936]Der Wasserverband Garbsen-Neustadt (WVGN)[/DATENBANK], der auch die Samtgemeinde Steimbke versorgt, begrüßt laut einer Pressemitteilung das Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Deutschland. Hintergrund ist, dass in der Vergangenheit trotz der wachsenden Verunreinigung des Grundwassers und der Oberflächengewässer durch Nitrat keine ausreichenden gesetzlichen Maßnahmen getroffen und Rechtsvorschriften nicht angepasst wurden.

„Der Verband ist hoch erfreut, dass die Novellierung des Düngerechts, das die Aufbringung von Mineraldünger, Gülle, Klärschlamm, Gärresten und anderer organischer Dünger im Sinne des Trinkwasserschutzes regelt, noch in dieser Legislaturperiode erfolgen soll“, teilt der WVGN mit. Aktuell hätten die zuständigen Bundesministerien einen Kompromiss beschlossen, der die Aufbringung von Nitrat in einem Gesetz reglementieren soll.

Weiter schreibt der Verband: „Nitrate werden von Pflanzen als Nährstoffe verwertet und in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt. Die Nitratwerte der Brunnen sind unterschiedlich.

Nach Mischung der Wässer der fünf Brunnen hat das eingespeiste Trinkwasser seit Jahren einen Wert um die 38 mg/Liter und liegt damit deutlich unterhalb des Grenzwertes von 50 mg/Liter. Die Nitratproblematik wird in den beiden Wasserschutzgebieten durch Kooperationen des WVGN mit den dort wirtschaftenden Landwirten beobachtet und gesteuert. Durch freiwillige Vereinbarungen wird mit den Landwirten in den Wasserschutzgebieten der Nitrateintrag verringert.“

Das Verständnis der Landwirte für die Wichtigkeit, Trinkwasser zu schützen, habe sich laufend erhöht, lobt der Verband. Gleichzeitig sei ihm die Arbeitsweise und Situation der Landwirte bewusst, so dass konstruktiv auf den gemeinsam genutzten Flächen zusammengearbeitet werde. Der Verband habe ein Programm aufgelegt, das die Entwicklung der Nitratwerte überwacht.

Der Verband überlegt neben den Maßnahmen zur Reduzierung des Nitrateintrags auch chemische oder biologische Verfahren der Entfernung des Nitrats, dadurch hätte das Trinkwasser allerdings nicht mehr die natürliche Zusammensetzung und Güte. Andere Lösungen seien für den Verband ebenfalls denkbar. „Es werden jedenfalls alle möglichen Alternativen geprüft, die bei einem mittelfristig starken Anstieg der Nitratwerte ergriffen werden müssten“, heißt es abschließend.

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Erstellt:
24. Februar 2017, 21:00 Uhr
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