Stolzenau 31.05.2017 Von Die Harke

„Alters- und Kinderarmut verhindern“

Martina Broschei (Piraten) am Sonnabend mit Info-Stand zum Bedingungslosen Grundeinkommen

Am Sonnabend, 3. Juni, wird die hiesige Direktkandidatin der Piratenpartei, [DATENBANK=1526]Martina Broschei[/DATENBANK], vor dem Edeka-Markt in Stolzenau in der Zeit von 7 bis etwa 10.30 Uhr einen Infostand zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) aufbauen. „Bei dieser Gelegenheit sollen auch noch weitere Stützunterschriften gesammelt werden – die die Kandidaten der größeren Parteien nicht sammeln müssen –, um im September auf dem Wahlzettel mit aufgeführt zu werden“, teilt die Stolzenauerin mit. Zum BGE schreibt sie in ihrer Mitteilung: „Ein in allen Bereichen erfüllendes Leben steht vor Erwerbsarbeit um jeden Preis. Heute jedoch finden zum Beispiel Frauen nur noch selten einen geeigneten Vollzeitjob, wenn sie sich entschließen, nach der Geburt wieder arbeiten zu wollen. Dazu gibt es nicht überall geeignete Kindergarten- bzw. Krippenplätze mit langen Öffnungszeiten, so dass Frauen häufig gezwungen sind, eine Halbtagstätigkeit anzunehmen. Nicht selten bleibt es dann auch lange Zeit bei dieser Tätigkeit, so dass deutlich geringere Erwerbsansprüche in der Rente später bestehen. Die Gefahr von vorprogrammierter Altersarmut ist also durchaus hoch, wenn Frauen sich entschließen, Kinder zu bekommen.“

Hinzu kämen „eine Menge Jobs in praktisch prekärer Beschäftigung, weil man vom Lohn nicht leben, geschweige denn eine Familie ernähren kann“, schreibt die Piratin weiter. Mit der Digitalisierung stehe der Verlust von Millionen Arbeitsplätzen an: „Wir sehen jetzt bereits die aktuelle Diskussion im Landkreis bezüglich des Verlustes von Arbeitsplätzen bei ortsansässigen Busunternehmen. Sobald Busse, Lkw und Taxen autark fahren, wird sich dies noch deutlich verstärken. Hier wäre ein BGE eine adäquate Möglichkeit, einen entsprechenden finanziellen Ausgleich zu schaffen und Armut und Altersarmut nicht nur zu verhindern, sondern auch aktuell zu beenden.“

Broschei ist überzeugte Verfechterin eines BGE: „Die Menschen könnten freier entscheiden in dem, was ihnen wichtig ist, und Ehrenamtsarbeit oder die Pflege von Angehörigen würden finanziell und gesellschaftlich gestärkt werden. Die Einführung eines Kindergrundeinkommens zum Beispiel wäre ein erster wichtiger Schritt, der sogar noch vor den Wahlen im September im Bundestag entschieden werden und die unfassbare Kinderarmut in einem der reichsten Länder dieser Welt sofort beenden könnte.“

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Erstellt:
31. Mai 2017, 21:00 Uhr
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