Regisseur Eike Besuden, die Leiterin der Tagesbildungsstätte „Weserschule“, Catrin Clasen, Hauptdarsteller Kevin Alamsyah und Beate Möller-Dumschat, Geschäftsführerin des Filmhofs Hoya. Weserschule

Regisseur Eike Besuden, die Leiterin der Tagesbildungsstätte „Weserschule“, Catrin Clasen, Hauptdarsteller Kevin Alamsyah und Beate Möller-Dumschat, Geschäftsführerin des Filmhofs Hoya. Weserschule

Hoya 20.02.2019 Von Die Harke

Am 10. April kann man mehr sehen

„Weserlust Hotel“: Zuschauer warfen in Hoya einen Blick hinter die Kulissen eines verrückten Filmdrehs

„Weserlust Hotel“ – den Dokumentarfilm über den Filmdreh zu „All inklusive“ – sahen jetzt rund 50 Kinogänger im Filmhof Hoya. Sie bekamen mit, wie aufwendig eine solche Produktion ist und wie der Alltag an einem Filmset abläuft. Sie stellten fest, wie viel Spaß alle miteinander hatten und dass so manches Mal zum Beispiel aufgrund des Wetters oder anderen Umständen improvisiert werden musste. Der Film zeigte, dass viele Menschen mit und ohne Behinderung vor und hinter der Kamera mitgewirkt haben. So gab es beispielsweise auch bei der Aufnahme der Filmmusik eine inklusive Koproduktion. Die Tagesbildungsstätte „Weserschule“, eine Einrichtung der Lebenshilfe Syke, hat gemeinsam mit dem Filmhof die Matinee organisiert. Das Besondere daran war nicht nur dieser ungewöhnliche Film an sich, der von einem großartigen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung erzählt und einen interessanten Blick hinter die Kulissen eines Filmdrehs gewährt. Das Besondere daran war auch, Regisseur Eike Besuden und Kevin Alamsyah, einen der Hauptdarsteller, kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch kommen zu können.

Bei der Begrüßung fragte Catrin Clasen, Leiterin der „Weserschule“, wer schon den Kinofilm „All inklusive“ gesehen habe. Ein Viertel des Publikums streckte die Arme hoch.

„Das freut uns“, sagte Eike Besuden. „Und den anderen, für die unser Filmprojekt neu ist, möchte ich sagen, schön, dass sie da sind. Ich bin mir sicher, auch sie werden begeistert sein.“

Es gab viel Applaus als Anerkennung nach den 90 Minuten, und so war es auch kein Wunder, dass die erste Frage einer Zuschauerin war, wie es denn weiter ginge, wann man denn mehr von ‚All inklusive‘ sehen könne. Die Antwort von Besuden war eher ernüchternd: „Unsere Idee war, zunächst einen tollen Film zu drehen und damit den Sendern zu zeigen, dass er sich für eine Fortsetzung eignen würde. Ich war bei allen Sendern und habe darüber gesprochen, den Film im TV-Programm unterzubringen und daraus eine Serie zu machen. Alle fanden den Film toll, sagten dann aber, dass er nicht ins Programm passen würde. Das ist schon bedauerlich, wenn man bedenkt, dass die Sender einen Kulturauftrag haben. Aber leider scheint mehr die Quote im Mittelpunkt zu stehen.“

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Erstellt:
20. Februar 2019, 21:34 Uhr
Lesedauer:
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