08.09.2013

Am MDG macht Mathe Spaß

Alina Helmke hat 766 Schülerinnen und Schüler des Nienburger Gymnasiums befragt

Nienburg. „Jungen können Mathe besser als Mädchen“, „Mathematik ist wichtig für meine Zukunft“, „Ich finde meine Mathematiklehrkraft sympathisch“ - diese und viele weitere Fragen beantworteten Ende vergangenen Jahres 766 von rund 1100 Schülerinnen und Schülern des Marion-Dönhoff-Gymnasiums (MDG). Die aus Nienburg stammende Alina Helmke (24) ist angehende Lehrerin. Anlässlich ihrer Masterabschlussarbeit an der Universität Oldenburg hat sie eine empirische Untersuchung vorgenommen unter dem Titel: „Interesse der Lernenden eines Gymnasiums an Mathematik“. Als Schulleiter muss man wahrscheinlich abwägen und sich die Frage stellen, ob man eine so repräsentative Studie erlaubt, denn bei dieser Thematik könnten theoretisch ja durchaus auch Ergebnisse herauskommen, die einem Schuldirektor nicht unbedingt gefallen: Doch Eckhard Hellmich zeigte sich äußerst kooperativ und unterstützte die wissenschaftliche Untersuchung von Anfang an.

„Eine Masterarbeit mit einer solch‘ hohen Datenmenge, das ist schon ein Sonderfall“, unterstreicht Hellmich.

Und auf die Ergebnisse kann die Schule durchaus stolz sein. Mittels eines anonymisierten Fragebogens wurde ein Vielzahl an Fragen zum Matheunterricht gestellt. Fünf Antwortmöglichkeiten gab es bei den standardisierten Fragen, von „stimmt genau“ bis „stimmt gar nicht“ oder „kann ich nicht beurteilen“. Aber auch „freie Fragen“, bei denen die Probanden ihre Antworten individuell formulieren konnten, wurden angeboten.

Nachdem per Computer ein professionelles, statistisches Auswertungsprogramm die Daten verarbeitete, waren die Ergebnisse eindeutig.

Das Fazit von Alina Helmke lautet: Am Marion-Dönhoff-Gymnasium ist das Interesse an Mathematik hoch, die Noten sind in diesem Fach im Mittel recht gut, und es ist „ein sehr positives Gesamtbild der Schülerinnen und Schüler zustande gekommen“.

In einem persönlichen Gespräch mit einigen Freiwilligen, die an der Erhebung teilgenommen haben, kommen konkrete Aussagen zutage. Auf die Frage, wie denn der Matheunterricht beurteilt würde, reichten die Aussagen von „Das Interesse am Unterricht hängt von der Lehrperson ab“, über „Mathe macht keinen Spaß, ich verstehe es häufig nicht“, relativierend allerdings auch „Wenn ich es verstanden habe, macht es viel Spaß“ bis hin zu „Mathematik mochte ich schon immer“. Diese Sätze zeugen von der Vielfältigkeit des subjektiven Empfindens - und das unabhängig vom Geschlecht.

Die Antworten gehen tendenziell in eine Richtung: Je interessanter der Unterricht gestaltet ist, desto größer ist auch das Interesse an Mathematik. Zu diesem Resümee kommt auch Alina Helmke in ihrer Studie.

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Erstellt:
8. September 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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