Die Arbeiten auf dem Burghügel Wölpe haben begonnen. Museum Nienburg

Die Arbeiten auf dem Burghügel Wölpe haben begonnen. Museum Nienburg

Erichshagen-Wölpe 06.09.2019 Von Die Harke

An der Burg Wölpe wird weitergegraben

Australische Studenten beim archäologischen Forschungsprojekt im Nienburger Ortsteil Erichshagen-Wölpe

Es ist wieder so weit – die Planen sind entfernt, die Schnitte erweitert und die Schaufeln werden wieder mit großer Motivation geschwungen. In Kooperation zwischen dem Museum Nienburg, der Australian National University Canberra und der Kommunalarchäologie Schaumburger Landschaft hat die diesjährige Ausgrabungskampagne auf der Burg Wölpe begonnen. Zu Gast sind 18 australische Studenten, ein Dozent und ein Professor der School of Archaeology and Anthropology.

Zu Gast sind 18 australische Studenten, ein Dozent und ein Professor des Fachbereichs Archäologische Wissenschaften, dort School of Archaeology and Anthropology genannt. Sie werden unter der bewährten und fachkundigen deutschen Grabungsleitung des Göttinger Archäologen Frank Wedekind auf der Burg betreut. Museumsleiterin Dr. Kristina Nowak-Klimscha freut sich sehr über die Kooperation, die nun ins dritte Jahr geht: „Es ist eine tolle Auszeichnung für das Museum und für die Stadt, dass eine große Universität von der anderen Seite der Erde Interesse an einer Zusammenarbeit hat und dann auch noch Drittmittelgeber das Projekt für förderwürdig erachten.“ Einige der Studenten aus dem letzten Jahr sind aufgrund der positiven Erfahrungen erneut dabei – für andere ist es der erste Aufenthalt in Deutschland überhaupt.

Bei der Burg Wölpe handelt es sich um den Stammsitz der Grafen Wölpe, sie wird Mitte des zwölften Jahrhunderts das erste Mal in den Schriftquellen erwähnt. Die Burg wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, zuletzt befand sich dort bis ins 19. Jahrhundert das Gebäude des Amtes Wölpe – aber über die Bebauung selbst ist noch wenig bekannt.

In der letzten Grabungskampagne wurden Teile eines Gebäudes angeschnitten – in diesem Jahr soll nun der komplette Grundriss erfasst werden. Es ist aufgrund der Lage und des Baumaterials ein Gebäude aus der Anfangszeit der Burg.

Die Öffentlichkeit soll auch über den Fortgang der Arbeiten informiert werden – schon jetzt laden die Kooperationspartner zu einem „Tag der offenen Grabung“ am 18. September von 13 bis 17.30 Uhr ein. Erste Funde zeigen die Studenten außerdem auf dem Zeitreise-Event „Das Mittelalter im Umbruch“ des Museums Nienburg am 8. September im Biedermeiergarten des Museums.

Das Projekt wird gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, den Landschaftsverband Weser-Hunte und die Wirker-Stiftung. Zudem findet das Projekt Unterstützung durch den Arbeitskreis Burghügel Wölpe, dessen Mitglieder für die Vorbereitung des Geländes gesorgt haben und stets mit unkomplizierter Hilfe zur Verfügung stehen.

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Erstellt:
6. September 2019, 06:07 Uhr
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