Für die Einreise mit Hunden nach Deutschland gelten strenge gesetzliche Regelungen, darauf weist das Veterinäramt des Landkreises Nienburg hin. Foto: Landkreis Nienburg

Für die Einreise mit Hunden nach Deutschland gelten strenge gesetzliche Regelungen, darauf weist das Veterinäramt des Landkreises Nienburg hin. Foto: Landkreis Nienburg

Landkreis 30.07.2020 Von Die Harke

Veterinäramt warnt: keine Tiere aus dem Urlaub mitbringen

„An die Folgen denken“

„Der Welpe am Straßenrand, die traurigen Zustände für Streunerhunde in anderen Ländern, der langgehegte Wunsch nach einem Haustier: Es mag viele Gründe dafür geben, einen Hund aus dem Ausland mit nach Hause zu bringen.“

Weiter: „Jedoch kann dieser sicher gut gemeinte und oft spontane Entschluss großen Aufwand und hohe Kosten bedeuten, wenn rechtliche Vorgaben unberücksichtigt bleiben“, heißt es in einer Pressemitteilung des das Veterinäramts des Landkreises Nienburg.

Für den Reiseverkehr und auch speziell die Einreise mit Tieren nach Deutschland gelten strenge gesetzliche Regelungen. So dürfen bestimmte Hunderassen sowie Kreuzungen mit diesen Rassen laut Hundeverbringungs- und Einfuhrbeschränkungsgesetz nicht nach Deutschland eingeführt werden.

Zum Schutz vor der Einschleppung und Verbreitung der Tollwut müsse jeder Hund über eine gültige Tollwutschutzimpfung verfügen, von einem EU-Heimtierausweis beziehungsweise einem Veterinärdokument begleitet werden und mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Gegebenenfalls müsse zusätzlich vor der Einreise ein Bluttest (Tollwutantikörpertest) in einem EU-zugelassenen Labor durchgeführt werden.

„Werden die tiergesundheitlichen Anforderungen nicht erfüllt, darf das Tier nicht einreisen. Wird erst nach erfolgter Einreise festgestellt, dass gegen die tierseuchenrechtlichen Bestimmungen verstoßen wurde, muss der Halter mit erheblichen Folgen für sich und das Tier rechnen“, heißt es weiter.

Auch seien die Regelungen der jeweiligen Bundesländer zum Halten von Hunden zu beachten. In Niedersachsen etwa muss jeder neue Hundehalter den sogenannten Hundeführerschein erlangen, wobei die theoretische Prüfung bereits vor Aufnahme der Hundehaltung abzulegen ist.

Bei Verstößen gegen Vorgaben zur Einreise mit oder zum Halten von Hunden können hohe Bußgelder fällig werden. „Abgesehen von den rechtlichen Voraussetzungen bedeutet die Übernahme eines Hundes die Verantwortung für ein Lebewesen, im besten Fall für viele Jahre.

Die Übernahme eines Hundes mit unbekannter Vorgeschichte kann in Bezug auf dessen Verhalten oder auch zunächst nicht offensichtliche Erkrankungen (zum Beispiel Befall mit Herzwürmern) die eine oder andere unliebsame Überraschung bereithalten. Die Mitnahme eines Hundes aus dem Ausland muss daher in jedem Fall gut überlegt sein“, warnt das Veterinäramt.

Umfassende Informationen über die Rechtsvorgaben für das Reisen mit Tieren sind auf den Internetseiten des Zolls oder des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zu finden. Die niedersächsischen Regelungen zum Halten von Hunden sind auf den Internetseiten des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie des Landkreises Nienburg veröffentlicht.

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Erstellt:
30. Juli 2020, 17:15 Uhr
Lesedauer:
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