Manon Garms DH

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11.05.2016 Von Manon Garms

Anerkennung für Wahlhelfer

Von Manon Garms

Was ist der Einsatz von ehrenamtlichen Wahlhelfern wert? Laut Niedersächsischer Kommunalwahlordnung steht ihnen ein sogenanntes Erfrischungsgeld in Höhe von 25 Euro zu, in Hannover liegt der Satz beispielsweise bei 65 Euro. Die Stadt Nienburg will ihren Satz jetzt von 25 auf 35 Euro erhöhen.

Im Finanzausschuss meldete Georg Hennig (CDU) Bedenken an: „Es wird immer schwerer, Leute zu finden. Ich möchte nicht, dass wir da irgendwann Rathausangestellte sitzen haben, dann reden wir nämlich von ganz anderen Summen. Ich schlage vor, dass wir 50 Euro zahlen.“ Dem wollte Erster Stadtrat Professor Bernd Rudolph sich nicht anschließen. „Es gibt auch die Verpflichtung, dieses Ehrenamt auszuüben. In den letzten Jahren ging es aber immer ohne Verpflichtung, was zeigt, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung noch da ist. Man sollte auf dieser freiwilligen Basis arbeiten so lange es noch möglich ist.“ Horst Prüfer (SPD) merkte an, dass sich diese „Sonntagsarbeit“ ohnehin nicht durch Geld vergüten lasse. „Es ist eine Anerkennung.“

Trotz gewisser Bedenken stimmten die Mitglieder des Finanzausschusses den 35 Euro zu. Für die Kommunalwahl im September muss die Nienburger Stadtverwaltung insgesamt 354 ehrenamtliche Wahlhelfer finden. Ihr Einsatz an einem Wahlsonntag dauert im Schnitt etwa acht Stunden. Durch die Erhöhung des Erfrischungsgeldes von 25 auf 35 Euro entstehen für den städtischen Haushalt Mehrausgaben in Höhe von 3540 Euro.

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Erstellt:
11. Mai 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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