Die HARKE-Redaktion wünscht einen guten Tag!

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Nienburg 06.02.2020 Von Manon Garms

Anerkennung für beide Räte

Wenn es um Geld geht, geht es immer auch um (Un-)Gleichbehandlung. Wer bekommt für welche Leistung mehr, wer weniger Geld? Die Grünen-Fraktion des Nienburger Stadtrates hat einen Antrag gestellt, laut dem die Mitglieder des Jugendrates Aufwandsentschädigungen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit bekommen sollen.

Dieser Antrag sorgt bei den Mitgliedern des Seniorenbeirates für Unmut. „Wir sind irritiert darüber, dass es Sitzungsgelder nur für den Jugendrat geben soll“, sagt Reinhard Wandmacher vom Seniorenbeirat. Grünen-Fraktionsvorsitzender Peter Schmithüsen rechtfertigt den Antrag: „Es engagieren sich Menschen politisch, die sonst keine Chance dazu haben. Senioren können sich in den Stadtrat wählen lassen“, so Schmithüsen. Außerdem hätten die Senioren ein Einkommen oder eine Pension. „Da von Gleichbehandlung zu reden, wäre schräg“, so der Fraktionsvorsitzende.

Dem hält FDP-Fraktionsvorsitzender Detlef Becker entgegen, dass es sehr viele Rentner gebe, die nur wenig Einkommen haben. Und Wandmacher betont im Gespräch mit der HARKE, dass es nicht darum gehe, sich in ein politisches Gremium wählen zu lassen. „Der Seniorenbeirat ist kein politisches Gremium, sondern kümmert sich um die Anliegen der älteren Menschen.“

Das Wichtigste aber ist: Es geht bei Aufwandsentschädigungen nicht um viel Geld, sondern um Anerkennung. Und die sollten beide Räte bekommen – sowohl der Jugend- als auch der Seniorenbeirat.

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Erstellt:
6. Februar 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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