Anke Beninga zeigte in Lauchhammer echten Kampfgeist. Lankau

Anke Beninga zeigte in Lauchhammer echten Kampfgeist. Lankau

Lauchhammer 25.02.2018 Von Die Harke

Anke Beninga ist deutsche Meisterin

Kraftsport: Sie holt in Lauchhammer den Titel im Kraftdreikampf für das Powerteam Langendamm

Drei Tage waren angesetzt, um über 130 Teilnehmer an der deutschen Meisterschaft im Kraftdreikampf mit Equipment – also mit Kniebeugeanzug, Kniegelenksbandagen, Bankdrückerhemd und Kreuzheberanzug – zu bewältigen. Vom [DATENBANK=1090]Powerteam Langendamm[/DATENBANK] machten sich Peter und Marianne Lankau mit ihrem Schützling [DATENBANK=1095]Anke Beninga[/DATENBANK] auf den Weg nach Lauchhammer in der Oberlausitz.

Ausrichter war der AC Lauchhammer. An allen drei Tagen fanden ebenfalls Kampfrichterprüfungen für die Bundeslizenz statt. Das bedeutete, dass überkorrekt gewertet wurde. Kniebeuge tief reichte nicht, sie musste tiefer als tief sein – am Ende wurde Beninga trotzdem deutsche Meisterin. Anke Beninga startete in der Altersklasse III über 60 Jahre. Die erste Disziplin im Dreikampf ist die Kniebeuge – immer auch ein bisschen Angstdisziplin für Beninga. Im ersten Versuch lagen 75 Kilogramm auf der Hantel bereit. Der Versuch wurde 2:1 gültig gegeben – wegen der Tiefe! Da die Gruppe nur aus acht Teilnehmerinnen bestand, war auch die Pause nicht sehr lang.

Also hieß es, schnell die Kniegelenksbandagen wieder aufwickeln und Ankes Kniegelenke wickeln. Der zweiten Versuch – 80 kg – 3:0 ungültig – wegen der Tiefe! Im dritten Versuch wurde das Gewicht nicht erhöht und Marianne Lankau appellierte an Beningas Glaube an ihre eigene Stärke. Der Versuch war dann auch so tief, dass sie nach dem Versuch sagte: „Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht wieder hochkomme“ – aber er war 3:0 gültig – wegen der Tiefe!

Dann war das Bankdrücken an der Reihe. Den ersten Versuch mit 72,5 kg und den zweiten mit 77,5 kg konnte sie korrekt nach oben drücken. Im letzten lagen dann 82,5 kg parat. Die Nienburgerin kämpfte das Gewicht nach oben, konnte es allerdings nicht mehr korrekt ablegen, aber selbst der Hauptkampfrichter applaudierte für diesen Kampfgeist.

Kreuzheben war dann die Abschlussübung. Als Startgewicht lag die Hantel mit 115 kg bereit und Anke Beninga hatte kein Problem, sie gültig nach oben zu ziehen. Auch der zweite Versuch mit 122,5 kg wurde von ihr bewältigt.

Beim letzten Versuch wurden dann nochmals fünf Kilogramm draufgepackt – 127,5 kg. Aber durch die kurzen Pausen zwischen den Versuchen konnte Beninga sich nicht mehr wie gewünscht motivieren, sie ließ die Hantel auf der Heberplattform liegen. Sie wurde mit 280 kg Gesamtgewicht deutsche Meisterin und hat somit die Quali in den Nationalkader für internale Meisterschaften in der Tasche.

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Erstellt:
25. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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