3822 Kreis-Nienburger sind ohne Job. Foto: bluedesign - stock.adobe.com

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Landkreis 05.03.2021 Von Die Harke

Arbeitslosenquote steigt auf 5,7 Prozent

3.822 Kreis-Nienburger sind ohne Job / Nachfrage nach Kurzarbeit ist deutlich gesunken

Im Landkreis Nienburg sind die Arbeitslosenzahlen im Februar nur leicht um 16 Männer und Frauen auf nun 3.822 Personen angestiegen. Das Niveau liegt nach Mitteilung der Arbeitsagentur deutlich über den Zahlen vor der Corona-Pandemie. Im Februar vergangenen Jahres waren im Kreis Nienburg 480 Personen weniger erwerbslos.

Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozentpunkte von 5,6 Prozent aus Januar auf nun 5,7 Prozent angestiegen. Im Februar 2020 lag die Quote bei 5 Prozent.

Die Betriebe im Kreis Nienburg meldeten im Februar entgegen des Trends im Gesamtbezirk weniger Stellen. Wurden im Januar noch 233 neue Stellen zur Besetzung gemeldet, so lag der Wert im Berichtsmonat bei 194, 39 Arbeitsangebote weniger. Im Vorjahr gab es 71 Stellenzugänge mehr im Februar.

Bei den Arbeitsagenturen in Nienburg, Stolzenau und den Gemeinden Hoya und Eystrup, dem Bereich der Arbeitslosenversicherung, ist der Arbeitslosenbestand im Vormonatsvergleich leicht gesunken. Im Februar wurden 1.676 Erwerbslose gezählt, 33 weniger als im Januar. Der Vorjahreswert fiel hingegen um 257 Personen niedriger aus.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter sind die Arbeitslosenzahlen hingegen leicht um 2,3 Prozent oder 49 Personen auf nun 2.146 gestiegen, 223 mehr als noch im vergangenen Jahr.

Nachfrage nach Kurzarbeit gesunken

Die Nachfrage nach Kurzarbeit ist im Kreis deutlich gesunken. Bis zum Stichtag am 24. Februar wurden 78 neue Anzeigen auf Kurzarbeit gezählt, 46 weniger als im Januar. Von den neu gemeldeten Anzeigen könnten bis zu 837 Personen betroffen sein.

Seit April sind im Nienburger Kreis somit 1.481 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen, wovon bis zu 17.209 Beschäftigte betroffen sein könnten.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Im Berichtsmonat Februar haben sich im gesamten Bereich der Arbeitsagentur Nienburg-Verden die Arbeitslosenzahlen annähernd konstant im Vergleich zum Vormonat entwickelt. Waren im Januar noch 12.783 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen, so ist diese Zahl im Februar leicht um 35 Erwerbslose auf nun 12.818 gestiegen. Betrachtet man die Zahlen aus dem Vorjahr, wird erkennbar, dass das Niveau der Arbeitslosigkeit noch immer über den Werten vor der Corona-Pandemie liegt. Im Februar des Jahres 2020 waren 1.800 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

„Nach dem Anstieg der Erwerbslosenzahlen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Januar sind die Zahlen im Februar rückläufig. Dem gegenüber stehen steigende Zahlen bei den Jobcentern“, erklärt Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden.

Waren im Januar noch 6.295 Personen bei den Arbeitsagenturen im Bezirk ohne Beschäftigung, so ist diese Zahl im Februar um 1,6 Prozent auf nun 6.192 Personen gesunken. Bei den für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcentern hingegen sind die Arbeitslosenzahlen im Februar weiterhin gestiegen. Der Wert lag im Berichtsmonat bei 6.626 Personen, die nach einer neuen Beschäftigung suchten.

Arbeitslosenquote im Februar unverändert

Die Arbeitslosenquote im Februar lag unverändert bei 4,8 Prozent. „An dieser Stelle zeigt sich, dass die aktuellen Werte noch deutlich über denen vor der Corona-Pandemie liegen. Im vergangenen Jahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 4,2 Prozent,“ ergänzt der Agenturchef.

Ein gestiegener Personalbedarf im Berichtsmonat zeigt sich an den von den Unternehmen neu gemeldeten Stellen im Agenturbezirk. Lag dieser Wert im Januar noch bei 777 Arbeitsangeboten, so stieg der Personalbedarf im Februar um 33,5 Prozent. Im Berichtsmonat wurden 1.037 neue Vakanzen gemeldet. Mit Blick auf die Vorjahreswerte ist aber auch hier noch ein leicht geringeres Niveau zu beobachten: Im Februar 2020 wurden 51 Arbeitsangebote mehr gemeldet.

Die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit lag im Berichtsmonat bei 307 neuen Anzeigen, ein Rückgang um 119 Meldungen im Vormonatsvergleich. Von den Anzeigen auf Kurzarbeit im Februar könnten bis zu 3.587 Personen betroffen sein. Insgesamt haben seit April bis zum Stichtag am 24. Februar 6062 Betriebe für bis zu 75.080 Beschäftigte Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angezeigt.

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Erstellt:
5. März 2021, 17:00 Uhr
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