20.01.2013

Auch 59 Kinder fanden Zuflucht

Nienburgs Frauenhaus-Förderverein besteht 25 Jahre / Weitere Mitglieder willkommen

Nienburg (So). In der Öffentlichkeit manchmal unbekannt, in der Wirkung aber umso effektiver, hat sich der „Verein zur Förderung des Nienburger Frauenhauses“ mittlerweile seit einem Vierteljahrhundert bewährt. Das unterstrich Vorsitzende Wera Peterek während eines Jubiläums-Rückblicks auf den Verein, dessen Gründungsidee bei einem privaten Treffen im November 1987 in Marklohe entstanden und mit der offiziellen Satzungsgenehmigung am 6. Januar 1988 Realität geworden war.

Hauptaufgabe des Fördervereins ist weiterhin die Unterstützung des Nienburger Frauenhauses und damit der dort zeitweilig untergebrachten misshandelten Frauen und Kinder. Die frühere Landtagsabgeordnete Traute Grundmann, einst langjährige Vorsitzende des Nienburger Frauenhauses, hatte die Idee zur Gründung des Fördervereins, der jetzt sein 25-jähriges Bestehen begeht. Neben Jürgen Utesch, dem ersten Vorsitzenden des 1988 ins Leben gerufenen Vereins, gehören Traute Grundmann, Sybille Hardegen, Dr. Jörg P. Hardegen, Wulf Petram, Gabriele Raebiger und Dorothee Winter zu den Gründungsmitgliedern.

„Die von öffentlichen Stellen bereitgestellten Mittel reichen bei weitem nicht aus, alle Not zu lindern. Deshalb sind wir aufgerufen, uns aktiv oder durch fördernde Mitgliedschaft für diese in Not geratenen Menschen zu engagieren“, bekräftigt die zweite Vorsitzende Heike Reimer. Der Förderverein verfolge ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Ziele, so dass Beiträge und Spenden steuerlich absetzbar seien.

Was einst als humanitäre Idee sozusagen im stillen Kämmerlein entstanden war, hat sich mittlerweile zu einer segensreichen Einrichtung entwickelt.

So fanden allein vor Jahresfrist 55 Frauen mit 59 Kindern aus allen Bevölkerungsschichten im Nienburger Frauenhaus Zuflucht. Auch sie wurden mit Mitteln des Fördervereins in Zeiten der Not unterstützt.

Nachdem Dr. Jörg Hardegen den Vorsitz von Klaus Neumann übernommen und den Verein sieben Jahre lang geführt hatte - und Gabriele Raebiger seit 1988 ununterbrochen den Schriftverkehr erledigt hatte -, wurde jetzt ein neuer Vorstand gewählt. Ihm gehören neben Wera Peterek als Vorsitzende, Heike Reimer als deren Stellvertreterin, Dorothee Winter als Schriftführerin, Sabine Dudek-Klinger als Kassenwartin sowie Renate Mock, Elisabeth Rode und Ingrid Völkering als Beisitzerinnen an.

„Um den betroffenen Menschen zusätzliche Hilfe zukommen zu lassen, hätten wir gern weitere Frauen und Männer in unseren Reihen. Aber auch Spenden tragen dazu bei, den körperlich und seelisch Misshandelten im Frauenhaus zu helfen.

Anders als im Frauenhaus-Verein sind im Förderverein auch männliche Mitglieder ausdrücklich erwünscht, die ein Herz für misshandelte Frauen und Kinder haben“, hebt die Vorsitzende hervor.

Informationen erteilt Wera Peterek, Telefon 0 50 21/

58 61. Spenden können auf das Konto 53 22 800

(BLZ 256 900 09) bei der Volksbank Nienburg überwiesen werden.

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Erstellt:
20. Januar 2013, 00:00 Uhr
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