Auch als Minijobber in Rente einzahlen

Auch als Minijobber in Rente einzahlen

Wer nicht in die Rentenkassee einzahlt, hinterlässt eine Lücke für zukünftige Zahlungen. Das geht mit Minijob aber auch anders, weiß der SoVD.

Wer als Minijobber arbeitet, zahlt eigentlich auch in die gesetzliche Rente ein. Allerdings kann man sich davon befreien lassen, und viele nutzen diese Möglichkeit.

Das Problem: Dadurch entgehen ihnen zahlreiche Leistungen der Rentenversicherung, die später im Alter oder bei Krankheit wichtig werden könnten. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Nienburg rät deshalb allen Betroffenen, sich vorher gut und umfassend beraten zu lassen.

In Deutschland ist die Zahl der Minijobber in den vergangenen Monaten wieder gestiegen. Viele von ihnen verzichten darauf, in die gesetzliche Rente einzuzahlen und sparen so monatlich bis zu 16,20 Euro. „Den meisten ist dabei gar nicht bewusst, dass das später massive Nachteile mit sich bringen kann“, erläutert Rechtsanwältin und Sozialberaterin Ayse Eker aus dem SoVD-Beratungszentrum Nienburg.

„Wer trotz 450-Euro-Job in die Rentenkasse einzahlt, hat später einen höheren Rentenanspruch.“ Das sei gerade für Minijobber besonders wichtig, da sie oft von Altersarmut betroffen seien. Das sei aber auch für andere vorzeitige Altersrenten sehr wichtig.

„Mindestens genauso wichtig ist zudem, dass sie sich mit der Zahlung die Rente bei Erwerbsminderung oder auch den Anspruch auf Reha-Leistungen sichern“, so Eker weiter. Das alles entfalle, wenn der Eigenbetrag nicht entrichtet wird.

„Wer auf die 16,20 Euro im Monat verzichten kann, sollte unbedingt in die Rentenversicherung einzahlen. Die Vorteile überwiegen da ganz klar“, betont die Rechtsanwältin.

Wer sich unsicher ist, sollte sich auf alle Fälle gut beraten lassen, bevor er auf die Zahlung des Eigenanteils freiwillig verzichtet. Ratsuchende können sich dafür direkt an den SoVD in Nienburg unter Telefon 05021/9224530 oder E-Mail info.nienburg@sovd-nds.de wenden.