Warpe 27.12.2018 Von Die Harke

Auch besinnliche Momente

Weihnachtsfeier mit 220 Landfrauen in Warpe

„Die Wunschzettel sind geschrieben, der Festtagsbraten bestellt, die Tanne besorgt und die Plätzchen gebacken-Weihnachten kann kommen!“ Diese Überlegung stellte der Vorstand des Landfrauenvereins Hoya bei der Planung der Weihnachtsfeier an und legte den Termin dieser Traditionsveranstaltung kurz vor das Fest. Besinnlich werden in einer Zeit, wo Hektik den Weg bestimmt, sei wichtig für die Seele, heißt es dazu. „Zeit zur Besinnung“ so war die Veranstaltung deshalb betitelt, verbunden mit dem Angebot an die Landfrauen, das Jahr in Beschaulichkeit und Ruhe ausklingen zu lassen.

Nicht nur der Termin kurz vor dem Fest sondern auch der Veranstaltungsort waren in diesem Jahr eine Neuerung im Angebot des Vereins. Erstmals verlegte die LandFrauen die Weihnachtsveranstaltung in das Gasthaus Okelmann in Warpe.

Der Bezirk 6 unter Federführung von Elisabth Meyer hatte den Saal festlich geschmückt, und beim Singen unter Klängen der Asendorfer Gitarrengruppe kam dann auch festliche Stimmung auf. Pastor von Issendorf aus Bruchhausen, zuständig für den Bezirk 6, hielt eine kleine Andacht, so dass jetzt alle anwesenden Landfrauen über die Bedeutung „der Weihnachtsgurke“ Bescheid wissen.

Ganz still wurde es im Saal, als Bärbel Rädisch mit Gedichten und Kurzgeschichten Heiteres aber auch Nachdenkliches zum Fest vortrug. Die im Hohenmoor bei Asendorf lebende Autorin verstand es, die Zuhörerinnen in ihren Bann zu ziehen mit Gedichten wie „Der Reif“, „Schlittenfahrt in Schlesien“, „Weihnachtsgebäck“, „Altes Kaminstück“, „Ladislaus“, „Annabell“, „Der Pfefferkuchenmann“, „Das Weihnachtslied“ sowie mit der Kurzgeschichte „Gibt es einen Weihnachtsmann“.

Wie in allen Jahren verlas die erste Vorsitzende Imke Wicke den Weihnachtsbrief der Vorsitzenden des Niedersächsischen Landfrauenverbandes, Elisabeth Brunkhorst. Diese hob in ihrem Grußwort das 100-jährige Frauenwahlrecht hervor und machte den Landfrauen Mut, immer wieder Haltung zu zeigen und der eigenen Meinung eine Stimme zu geben. Zwar sei für viele die Demokratie eine Selbstverständlichkeit, die aber immer wieder – und nicht nur von Politikern – gepflegt werden müsse.

Elisabeth Brunkhorst schloss ihren Weihnachtsbrief mit den Worten von Charles Dickens: „Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben.“

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Erstellt:
27. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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