Nikias Schmidetzki DH

Nikias Schmidetzki DH

Landkreis 10.03.2018 Von Nikias Schmidetzki

Auch den „ganz Kleinen“ gefällt‘s

Das ist schon ein heftiger Temperaturunterschied. Vor einer Woche waren Teiche und Seen noch zugefroren, es war bitterkalt. Und heute erwarten Wetterfrösche Werte von teilweise knapp unter 20 Grad. Eine Erleichterung für diejenigen, die den Frühling herbeigesehnt haben – und das sind dem Vernehmen nach nicht wenige. Tiere etwa. Ganz kleine. Die mögen es häufig lieber warm als kalt. Und jetzt kommt der Spielverderber-Teil: Liegt die Temperatur an mehreren Tagen hintereinander über sieben Grad Celsius, werden Zecken aktiv und haben Hunger. Dann lauern sie auf mögliche Wirte, Tiere und Menschen, um diese zu stechen und an ihr Blut zu kommen.

Das Netzwerk zecken.de warnt deshalb davor, die Gefahr der kleinen Sauger nur mit den Sommermonaten zu verbinden. „Experten sagen, dass Zecken in der Regel von Februar bis Oktober aktiv auf der Suche nach Opfern sind. Entsprechend den herrschenden Temperaturen kann sich diese Zeitspanne nach vorne und hinten verschieben“, teilen die Experten mit. Zecken sind ein möglicher Überträger von Krankheitserregern. Bei einem Stich können diese in den Körper des Wirtes gelangen und schwerwiegende Folgen verursachen.

Die Borreliose lässt sich mit Antibiotika bekämpfen, eine Impfung gibt es aber nicht. Anders bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die lebensgefährlich sein kann: Deswegen kann es ratsam sein, sich impfen zu lassen. Das gilt vor allen Dingen dann, wenn man in eine Region reist, in der Zecken besonders aktiv sind und die vielleicht sogar als FSME-Risikogebiet gilt. Aber nicht nur Menschen sind gefährdet. Auch Haustierbesitzer sollten an Vorsorgemaßnahmen für ihre Vierbeiner denken. Bei Hunden und Katzen besteht ebenso das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern.

Generell sind Zecken wohl recht genügsam, was das Klima angeht. Liegt Schnee, sind sie ebenso zufrieden, denn dann können sie in Ruhe und gut isoliert ihre Winterstarre halten. Nur starke Minusgrade mögen sie nicht, da dann die Gefahr besteht, dass sie erfrieren. Und die gab es bis vor wenigen Tagen nun definitiv. Alle Zecken, die es aber geschafft haben, dürften sich nun umso mehr auf die Jagd nach Beute machen.

Dennoch: Genießen Sie den Frühling und diesen Sonntag.

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Erstellt:
10. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

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