18.11.2012

Auch in Haßbergen hat St. Martin den Mantel geteilt

Wie sonst nur an Weihnachten strömten Große und Kleine mit ihren Laternen am Montagabend in die Haßberger Kirche. Anlass war das Martinsfest, das die Mädchen und Jungen aus Kindergarten und Grundschule alle zwei Jahre feiern. Die Zusammenkunft in der Kirche bildete den Auftakt zu einem kurzweiligen Abend. Dort spielten mutige Erstklässler die Geschichte vom heiligen Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt. Im Anschluss ging es in Begleitung von Spielmannszug und Feuerwehr in einem langen Umzug zur Grundschule. Dort konnten sich Alt und Jung bei leckeren Würstchen im Brötchen und kalten Getränken stärken. Darüber, was es mit dem Brauch des Martinsumzuges auf sich hat, waren die Eltern im Vorfeld in einem Schreiben von den Organisatorinnen informiert worden. Dort hieß es unter anderem: Martin reitet mit seinem Pferd mitten im Winter an einem Bettler vorbei. Er hat Mitleid mit dem Frierenden, teilte mit dem Schwert seinen Soldatenmantel in der Mitte durch und schenkte die Hälfte dem Bettler. Sobald es ihm möglich war, verließ er den kaiserlichen Dienst. Er sprach zum Kaiser: “Bis heute habe ich dir gedient, gestatte nun, dass ich jetzt Gott diene.“ Martin begab sich nach Poitiers (Frankreich) zu Bischof Hilarius. Er baute sich außerhalb der Stadt eine Einsiedlerzelle. Um den Armen der Umgebung zu helfen, verzichtete er auf ein bequemes Leben und auf vornehme Kleider. Im Jahre 371 wurde der beliebte Mönch von großer Mehrheit des Volkes und der Geistlichen gegen seinen Willen zum Bischof von Tours gewählt. Dennoch lebte er auch weiterhin wie ein einfacher Mönch.

Fotos: Hagebölling

Zum Artikel

Erstellt:
18. November 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.