Zuhause gab's Anschiss, also fuhr der 37-jährige Angeklagte direkt davon - allerdings ohne Führerschein. Luftbildfotograf / Fotolia

Zuhause gab's Anschiss, also fuhr der 37-jährige Angeklagte direkt davon - allerdings ohne Führerschein. Luftbildfotograf / Fotolia

Nienburg 30.04.2019 Von Andreas Wetzel

Auf „Anschiss“ von Ehefrau folgt Bewährungsstrafe

Ein 37-jähriger Mann aus Nienburg wurde vom Amtsgericht Nienburg wegen Fahrens ohne Führerschein zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten verurteilt. Er war im November Jahres mit einem Pkw auf der Landesstraße zwischen Oyle und Liebenau unterwegs und wurde dort von der Polizei kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, dass er nicht im Besitz eines Führerscheines ist. In der Gerichtsverhandlung wurde er gefragt, warum er denn sich denn hinters Steuer gesetzt habe. Er gab an, dass ein Bekannter bei ihm Fliesenarbeiten erledigt hätte und er ihn nach Hause bringen wollte. Er sagte weiter, dass er zur fraglichen Zeit schon dabei gewesen sei, einen Führerschein zu machen, dies allerdings wegen des aktuellen Verfahrens derzeit auf Eis liege, da die Verwaltungsbehörde abwarte, was herauskomme.

Auch habe er wegen der Tatsache, dass er derzeit keinen Führerschein machen könne, seine Arbeitsstelle verloren. Auf die Frage, was denn seine Frau dazu gesagt hätte, sagte er, dass er zu Hause richtig Ärger bekommen hätte. Seine Frau habe ihn im einen ordentlichen „Anschiss“ verpasst.

Wegen des Geständnisses konnte auf die Vernehmung von Zeugen verzichtet werden. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine dreimonatige Freiheitsstrafe, die mit „Bauchschmerzen“ noch einmal zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Der Angeklagte steht bereits unter Bewährung, da er im vergangenen Jahr zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt wurde: Allerdings nicht einschlägig. Weiter beantragte die Staatsanwaltschaft die Beiordnung eines Bewährungshelfers.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten gemäß Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte nahm noch in der Gerichtsverhandlung das Urteil an.

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Erstellt:
30. April 2019, 07:18 Uhr
Lesedauer:
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