Gleich zweimal bot Pastor Karsten Gelshorn die Malta-Reise an: Hier die Reisegruppe der Oktoberfahrt vor dem Großmeisterpalast in Valletta. Gelshorn

Gleich zweimal bot Pastor Karsten Gelshorn die Malta-Reise an: Hier die Reisegruppe der Oktoberfahrt vor dem Großmeisterpalast in Valletta. Gelshorn

Stolzenau/Südkreis 14.11.2017 Von Die Harke

Auf den Spuren des Apostel Paulus

Pastor Karsten Gelshorn freut sich über großen Zuspruch für die Malta-Reisen / 2018 nach Rom und Kampanien

Seit sieben Jahren bietet [DATENBANK=107]Pastor Karsten Gelshorn[/DATENBANK] (Stolzenau) jährlich eine Studienreise in biblische oder christentumsgeschichtlich interessante Länder und Regionen an. Gleich zweimal ging es in diesem Jahr nach Malta. Was im Jahr 2010 klein und bescheiden als Gemeindefahrt der St. Jacobi-Kirchengemeinde begonnen hatte, ist mittlerweile zu einer festen Institution für den ganzen Kirchenkreis und darüber hinaus geworden. Länder wie Israel, die Türkei, Armenien und Jordanien standen bisher auf dem Programm.

In diesem Jahr sollte die zunächst nur für den Herbst anvisierte Reise nach Malta führen. „Schon zu Beginn des Jahres zeichnete sich ab, dass das Interesse für die Reise sehr groß war. Über 60 Interessenten standen auf der Liste derer, die teilnehmen wollten; doch es gab nur 45 Plätze. Da bestand Handlungsbedarf“, berichtet Gelshorn, der daraufhin kurzerhand einen weiteren Termin für den Monat Mai organisierte. So konnte der große Kreis der Reisefreudigen auf zwei Studienreisen aufgeteilt werden.

Beide Reisen waren durch ihr abwechslungsreiches Programm sehr interessant. Zu den Höhepunkten und Glanzlichtern der achttägigen Fahrten auf den Spuren des Apostel Paulus und des Johanniterordens gehörten die Besichtigung der „drei alten Städte“ Vittoriosa, Senglea und Cospicua, der Besuch der Hauptstadt Valletta, der alten arabischen Gründung Mdina, der blauen Grotte und dem Fischerdorf Marsaxlokk. Ein kulinarisches Highlight war der Genuss von Maltas Nationalgericht „Fenkata“ (Kaninchen) in einem traditionellen Restaurant.

Auch die kleinere Schwesterninsel Gozo mit ihren Naturwundern und Steinzeittempeln hat die Reisegruppe entdecken können. Die Überfahrt mit der Fähre dauerte jeweils kaum eine halbe Stunde. Per Schiff wurde auch der weit verzweigte Naturhafen Maltas, der Grand Habour, erkundet.

Neben den täglichen Andachten haben beide Gruppen am Sonntag einen Gottesdienst gefeiert. Der Gottesdienst im Mai fand in einem Saal des Hotels statt und wurde von Pastor Gelshorn gehalten. Für den Gottesdienst bei der Herbstreise fuhr die Gruppe in die deutsche Gemeinde nach Valletta. Interessant war es zu sehen, unter welchen Bedingungen die Kirche dort ihre Gottesdienste feiert. Die Gemeinde nutzt ein ehemaliges Wohnzimmer einer traditionellen maltesischen Wohnung über der schottischen St. Adrew‘s-Church.

Der ehemalige Kamin, über dem ein schlichtes Altarbild hängt, ist zum Altar umfunktioniert worden. Eine kleine Elektroorgel sichert die feierliche Musik, und die etwa 50 Sitzplätze reichen im Normalfall für die maltesische deutsche Gemeinde aus. Sehr interessant war bei der Herbstreise auch das Gespräch mit dem Pastor der Gemeinde in Valletta und dem Vorsitzenden des Kirchenvorstands, einem Malteser, der lange Zeit in Deutschland gelebt hat. Beide waren am letzten Abend ins Hotel gekommen, um der Reisgruppe für ein Gespräch zur Verfügung zu stehen.

Pastor Karl-Heinz Ulrich aus Nürnberg, Pfarrer im Ruhestand, war selber erst wenige Wochen zuvor nach Malta gereist, um die dortige Gemeinde für die Dauer von zehn Monaten seelsorgerlich zu betreuen. Das ist die übliche Zeit, für die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Pastoren nach Malta entsendet werden.

Die Gemeindearbeit muss zu einem sehr großen Teil aus Spendenmitteln der Gemeindeglieder finanziert werden. Trotz der mangelnden Kontinuität im Pfarramt ist die Gemeinde sehr rege und lebendig. Neben den Gottesdiensten, die alle zwei Wochen stattfinden, gibt es zum Beispiel auch ein Literatur-Café, an dem zahlreiche Interessenten teilnehmen.

Pastor Ulrich sieht es als eine wichtige Aufgabe an, während seiner Zeit auf der Insel noch mehr Deutsche, vor allem in deutschen Firmen und Einrichtungen, als Gemeindeglieder zu gewinnen und Sponsoren für die Arbeit der Gemeinde zu gewinnen. Pastor Gelshorn und die Reisegruppe wünschen ihm und dem Kirchenvorstand dabei viel Erfolg.

Auch im kommenden Jahr wird es wieder eine Reise geben, die dann nach Rom und Kampanien führen wird. Interessenten können sich gerne schon einmal den Termin vormerken: 21. bis 27. August 2018. Wer mag, kann sich auch jetzt schon bei Pastor Gelshorn unter (05761) 3938 informieren oder anmelden.

Für Montag, 29. Januar 2018, lädt Pastor Gelshorn um 19.30 Uhr ins „Haus der Kirche“ nach Stolzenau ein, um anhand von Lichtbildern den Reiseverlauf vorzustellen, Informationen zu geben und Fragen zu beantworten.

Teilnehmer der Reise im Mai vor einer Kirche aus der Insel Gozosüd. Gelshorn

Teilnehmer der Reise im Mai vor einer Kirche aus der Insel Gozosüd. Gelshorn

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Erstellt:
14. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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