Das Thema Ausgrabungen gehörte zu den praktischen Projekten. Oberschule NIenburg

Das Thema Ausgrabungen gehörte zu den praktischen Projekten. Oberschule NIenburg

Nienburg 07.11.2018 Von Die Harke

Auf den Spuren von Römern und Germanen

Sechstklässler der Nienburger Oberschule unternahmen einen Tagesausflug nach Kalkriese

Wie aus dem Häuschen waren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6b und 6d der Nienburger Oberschule, als sie vor den Herbstferien von ihren Klassenlehrerinnen Kataryna Bultmann und Vanessa Kahmann von der geplanten Tagesfahrt in den Kalkrieser Varusschlacht-Park erfuhren. Ende Oktober ging es dann für die beiden Klassen endlich in das Osnabrücker Land, um sich im Rahmen des Geschichtsunterrichts auf die Spuren der Römer und Germanen zu begeben. Vor Ort wurden die Schülerinnen und Schüler regelrecht von der vorherrschenden Atmosphäre eines Freilichtmuseums übermannt. Ihre Neugier, Neues und Verborgenes zu erfahren, war kaum zu bändigen. Nachdem sie an praktischen Projekten zu den Themen Ausgrabungen und Feuer gearbeitet hatten und auf diese Weise die Arbeit eines Archäologen näher kennenlernen konnten, begaben sie sich zu dem Schlachtfeld, wo sich Forschungen zufolge im Jahre 9 nach Christus die berühmte Varusschlacht ereignet haben soll. Ihre Faszination drückten sie aus, indem sie die riesige grasbedeckte Fläche einfach wortlos auf sich wirken ließen. Ein Verhalten, das man aus dem Unterricht eher nicht kennt.

Auch der Besuch der Ausstellung wird ihnen noch lange in Erinnerung bleiben. „Jetzt verstehe ich erst den Unterschied zwischen der Ausrüstung eines damaligen Germanen und eines Römers und weshalb es so besonders war, dass die Germanen die Römer in dieser Schlacht besiegen konnten“, fasste eine Schülerin zusammen.

„Dass eine Legion aus mehreren Tausend Menschen bestand und nach einer strengen Rangordnung aufgebaut war, ist mir jetzt so richtig klar“, zog ein weiterer Schüler Bilanz. Nicht zuletzt das größte Wackelbild Europas, welches eine Szene aus der Varusschlacht real nachbildet, faszinierte selbst den letzten Kulturbanausen.

Auch die beiden begleitenden Lehrerinnen ziehen ein äußerst positives Resümee: “Durch das Erleben vor Ort wird Geschichte so richtig lebendig und für die Kinder greifbar. Außerschulische Lernorte sind enorm wichtig für das Begreifen und Verstehen, gerade wenn es um historische Zusammenhänge geht. Das zeigte dieser Ausflug ganz deutlich und kein noch so gutes Geschichtsbuch kann da mithalten.“

„Von Glück können da alle Beteiligten sprechen, dass man bei der Schulleitung mit solchen Vorhaben nur offene Türen einrennt“, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Erstellt:
7. November 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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