Die arabische Version des nebenstehenden Textes.

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Nienburg 25.03.2017 Von Edda Hagebölling

Auf der Suche nach der neuen Heimat

CJD-Projekt „Willkommen in Nienburg“ / Heute: Das preisgekrönte Museums-Projekt „Heimatstücke“

Im vergangenen Jahr hat das Museum Nienburg den Förderpreis Museumspädagogik der VGH-Stiftung für sein Projekt „Heimatstücke – der Heimat auf der Spur“ gewonnen. Die Auftaktveranstaltung zum Projekt, das sich an geflüchtete Jugendliche richtet, fand mit acht Jugendlichen statt. Sie sollten sich insbesondere mit dem Begriff „Heimat“ auseinandersetzen. Es standen Fragen wie „Was bedeutet Heimat für mich?“, „Was muss ich tun, um mich heimisch zu fühlen?“, „Was braucht der neue Ort, um zur Heimat zu werden?“ im Mittelpunkt. Im Vergleich mit Berichten von Zeitzeugen der Flucht nach dem Zweiten Weltkrieg sollte „Heimat“ aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Museumsleiterin [DATENBANK=354]Dr. Kristina Nowak-Klimscha[/DATENBANK] freute sich besonders über die gelungene Zusammenarbeit mit dem [DATENBANK=626]Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) Nienburg[/DATENBANK]. Aber auch über private Vermittlung sind Jugendliche zu dem Projekt gekommen. „Wir wollen mit dem Projekt die Jugendlichen unterstützen und ihnen ihre neue Heimat ein Stück näher bringen“, so die Museumsleiterin.

Die Jugendlichen konnten in dem Projekt kreativ werden. Dem Ziel, selbst gedrehte Kurzfilme zu jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer, also Porträts, die sie und ihre Vorstellung von Heimat darstellten, kamen die Jugendlichen an vier Samstagen jeweils von 10 bis 17 Uhr näher. In Interviews vor laufender Kamera mit den Zeitzeugen der Flucht während und nach dem Zweiten Weltkrieg (Frau König, Herr Spechter und Herr Hensch) konnten die Jugendlichen (aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und Nigeria) feststellen, dass auch viele Deutsche eine Geschichte erzählen konnten, in der Flucht eine Rolle spielt. Dabei wirkten die Schilderungen für die Jugendlichen sicherlich inspirierend, und sie konnten erfahren, wie andere Menschen mit dem Neuanfang in fremder Umgebung umgegangen sind.

Interessant und anrührend war sicherlich für jeden einzelnen, welche Heimatstücke mitgebracht wurden bzw. mitgebracht werden konnten und welche Bedeutung diese Stücke hatten und vielleicht immer noch haben. Für die Jugendlichen sind sicher andere Stücke aus der Heimat wichtig. Wobei ein Erinnerungsstück in der heutigen Zeit sicher den wichtigsten Platz einnimmt, das Smartphone, welches die Verbindung zur Familie im „Heimatland“ aufrecht erhält und viele Erinnerungen bereithält. Zur Abschlussveranstaltung am kommenden Donnerstag, 30. März, um 18 Uhr im [DATENBANK=777]Quaet-Faslem-Haus[/DATENBANK], Leinstraße 4, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Am Dienstag, dem 28. März, findet zur gewohnten Zeit wieder das Begegnungscafé der Kirchengemeidne St. Martin in den Räumlichkeiten des Nienburger Kulturwerks statt. Alle sind herzlich willkommen.

Dieser Text ist Bestandteil des CJD-Projekts „Willkommen in Nienburg“, das vom Bundesamt für Migration gefördert und von der HARKE am Sonntag begleitet wird.

Was bedeutet Heimat für mich? Dieser und anderen Fragen gingen die Jugendlichen in dem Museums-Projekt „Heimatstücke“ nach. CJD Nienburg

Was bedeutet Heimat für mich? Dieser und anderen Fragen gingen die Jugendlichen in dem Museums-Projekt „Heimatstücke“ nach. CJD Nienburg

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Erstellt:
25. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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