Bringt Aufbruchstimmung zu Hertha BSC: Trainer Pal Dardai. Foto: Andreas Gora/dpa

Bringt Aufbruchstimmung zu Hertha BSC: Trainer Pal Dardai. Foto: Andreas Gora/dpa

Berlin 28.01.2021 Von Deutsche Presse-Agentur

„Aufbruchsstimmung“ dank Dardai - Gerüchte um Bobic

Eine Wohnung in Berlin müsste sich Fredi Bobic nicht erst suchen, und auch eine Vorstellungsrunde bei Hertha BSC wäre kaum notwendig.

Zwar besitzt der Sport-Vorstand bei Eintracht Frankfurt derzeit noch einen gültigen Vertrag bis Ende Juni 2023, Spekulationen um einen Wechsel zum Hauptstadtclub als Nachfolger des geschassten Sport-Geschäftsführers Michael Preetz halten sich aber. „Davon weiß ich nichts“, antwortete Bobic der „Bild“-Zeitung jedoch noch auf die Frage, ob er davon Kenntnis habe, dass sein Name auf einer angeblichen Liste von Kandidaten ganz weit oben stehen soll.

Den persönlichen Austausch könnte es schon am 30. Januar (15.30 Uhr/Sky) geben, wenn Hertha bei der Rückkehr von Trainer Pal Dardai bei der Eintracht antritt. Sowohl mit Dardai als auch mit Herthas Sportdirektor Arne Friedrich stand Bobic in seiner Profi-Zeit im Dress der Berliner auf dem Platz. Zwischen 2003 und 2005 absolvierte er 61 Spiele für Hertha, er ist Vereinsmitglied, und seine Familie lebt in der Hauptstadt. Auch Herthas neuen starken Mann, Carsten Schmidt, kennt Bobic aus der gemeinsamen Zeit beim TV-Sender Premiere bestens.

„Ich habe das auch nur aus den Medien erfahren. Fredi ist nicht auf mich zugekommen, hat mich umarmt und gesagt: Du, ich verlasse die Eintracht“, sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter: „Vielleicht passt es zu dem Spiel, dass wieder irgendwelche Spekulationen da sind.“ Den Österreicher überraschte es nicht, dass andere Clubs womöglich an Bobic interessiert sind. „Er macht einen super Job“, sagte Hütter. Ob der 49 Jahre alte Bobic wechseln will, bleibt offen. Für Hertha geht es unter Dardai, der am 25. Januar auf Bruno Labbadia folgte, nun zunächst darum, das Team zu stabilisieren.

„Wenn ich meine Mannschaft sehe, dann sind alle motiviert. Das sehe ich in den Augen“, sagte der Ungar Dardai bei einer Medienrunde: „Ich bin sehr zufrieden. Alles, was ich gehört und gelesen habe, kann ich nicht bestätigen.“ Im Training hätten seine Profis alles gegeben. Seine Aufgabe sei es auch gewesen, nach der bislang so enttäuschenden Saison erstmal „Stress und Hemmungen“ zu lösen. Das sei gelungen.

„Man merkt schon, dass gerade ein Ruck durch die Mannschaft geht. Pal und sein Team haben einen großen Anteil daran“, sagte Sportdirektor Friedrich. Im Team sei „eine gewisse Aufbruchsstimmung“ zu spüren, betonte Friedrich, der nach der Trennung von Preetz gerade zeitweise dessen Aufgaben übernimmt: „Am besten wäre es, wenn wir gleich im ersten Spiel Punkte mitnehmen. Das hilft am meisten.“

Hertha liegt nach 18 Spieltagen mit 17 Punkten auf dem 14. Platz, zwei Punkte vom Relegationsrang entfernt. Gegen die sechstplatzierten Frankfurter werden Kapitän Dedryck Boyata und Javairô Dilrosun aufgrund von Verletzungen fehlen. Wie er die Mannschaft umstellen wird, ließ der 44-jährige Dardai offen. Eine Option für die Startelf könnte der zuletzt aus disziplinarischen Gründen ausgemusterte Dodi Lukebakio sein. „Bei mir hat er top trainiert. Ich bin positiv überrascht“, sagte Dardai: „Er läuft so schnell wie ein Känguru.“

Dardai selbst soll nach „Kicker“-Informationen eine Punkteklausel in seinem neuen Vertrag haben. Das bis Ende Juni 2022 gültige Papier enthalte demnach die Vorgabe, dass er in den restlichen 16 Spielen dieser Saison „einen Schnitt von ziemlich genau 1,5 Punkten pro Partie erreichen“ müsse, „um in die Saison 2021/22 gehen zu dürfen“, hieß es in einem Bericht. Der Verein wollte sich auf Anfrage zu konkreten Vertragsinhalten nicht äußern.

© dpa-infocom, dpa:210128-99-207012/3

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Erstellt:
28. Januar 2021, 14:05 Uhr
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